Auch eine kleine Sommerolympiade hatten die Betreuer des Zeltlagers in Stockum für die Kinder vorbereitet. © Elvira Meisel-Kemper
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Mit Video: So lief das Zeltlager der Kolping- und Klosterjugend Werne

Nachdem die Ferienfreizeit der Kolping- und Klosterjugend Werne im vergangenen Jahr ausfallen musste, findet in diesem Jahr ein Zeltlager in Stockum statt. Inklusive Sommerolympiade für die Kinder.

Endlich wieder Sonne, Spaß und ganz viel Spiele mit Wasser! So könnte ein Stoßseufzer lauten, den die 40 Kinder und 10 Betreuer in der ersten Woche des Zeltlagers der Kolping- und Klosterjugend Werne am alten Freibad in Stockum gen Himmel geschickt haben und der in der zweiten Woche tatsächlich erhört wurde.

„Gleich um die Ecke gibt es eine alte Turnhalle. Die durften wir dann in der ersten Woche nutzen, denn hier auf dem Platz stand das Wasser“, erläuterte Lagerleiter Benedict Dammermann. Sport, Spiel, Spannung und wirklich ganz viel Wasser floss am letzten Tag. Aber nicht von oben, sondern eimer- und flaschenweise, um andere buchstäblich nass zu machen.

Passend zur Eröffnung der Olympischen Spiele in Tokio hatten die Betreuer für die Kinder im Alter von 7 bis 15 Jahren die Sommerolympiade vorbereitet. Vormittags hatten sie, wie in den neun Tagen davor, die Kinder mit ruhigeren Aktionen erfreut. Bastelaktionen und jede Menge Brettspiele wurden den Kindern gezeigt und erklärt.

Im vergangenen Jahr fiel das Angebot aus

„Schachspielen war besonders gefragt. Wir hatten erst nur zwei Bretter, dann haben wir zwei weitere Bretter besorgt. 14 Kinder wollten mit mir Schach spielen. Einige kannten das Spiel schon“, wunderte sich Jan-Frederic Lochthofen, einer der Betreuer.

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Zeltlager der Kolping- und Klosterjugend Werne

Im letzten Jahr fiel das Angebot wegen Corona ganz aus. Aus der Fahrt wurde in diesem Jahr das Zeltlager, in dem die Kinder allerdings nur tagsüber waren. „Das innere Kind erwacht wieder im Zeltlager. Vor neun Jahren bin ich das erste Mal mitgefahren. Da ging es nach Österreich. Jetzt kann ich den Kindern sagen, was sie machen sollen. In lächelnde Kindergesichter zu schauen ist doch schön“, begründete Lochthofen, weswegen er nicht nur aus Altersgründen die Seiten gewechselt hat.

Bis Mai keine Planungssicherheit

Auch Dammermann ist als Kind schon mitgefahren. In diesem Jahr ist er zum ersten Mal als Lagerleiter im Einsatz. „Seit 50 Jahren gibt es die Ferienlager der Kolping- und Klosterjugend Werne. Wegen Corona mussten wir 2020 aussetzen. Bis Mai 2021 gab es keine Planungssicherheit für die Ferienspiele. Eigentlich wären wir in diesem Jahr ins Zeltlager nach Niederscheidt in der Eifel gefahren, aber da hätte uns das Hochwasser richtig erwischt“, berichtete Dammermann.

Auch die Kinder sind absolut begeistert. Florian (13) ist zum ersten Mal überhaupt dabei. „Die Spiele zu spielen ist toll. Die Gruppenleiter sind auch cool. Meine Cousine hat mir davon erzählt. Auch das mit den Wasserspielen ist toll“, lobte Florian und sauste zum nächsten Spiel. Ilva (11) ist durch ihren älteren Bruder auf das Angebot aufmerksam geworden. 2019 hat sie schon eine Fahrt mitgemacht. Da ging es nach Stühlingen an der Schweizer Grenze. „Ein richtiges Lager ist schöner. Da kann man Überfälle machen und das Banner klauen. Das hier ist auch toll“, so Ilva.

Über die Autorin
Freie Journalistin
Elvira Meisel-Kemper ist freie Kunsthistorikerin und Journalistin. Sie hat Erfahrung als Autorin, Kunstvermittlerin, Projektbegleiterin und in der Fotografie. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeiten liegt in der Kunstszene des Münsterlandes.
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Elvira Meisel-Kemper

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