Finanzspritze vom Bund für die Surf-Anlage? Landrat Mario Löhr (SPD) schätzt die Chancen auf Fördermittel für die Surfworld in Werne ein. © Alexander Heine (A)
Wellensurf-Anlage in Werne

Mit Video: Surfworld Werne: So gut stehen die Chancen auf Fördermittel vom Land

In Werne soll die größte Wellensurf-Anlage der Welt auf dem einstigen Zechengelände entstehen. Dafür könnte es Fördermittel geben. Mario Löhr, Landrat des Kreises, schätzt die Chancen auf eine Finanzspritze ein.

„Ich bin froh, dass wir mit der Surf-Anlage im Freizeitbereich ein Highlight in die Region bekommen. Es wird ein Magnet sein“, erklärte Landrat Martin Löhr und appellierte an die Bürger: „Ich bitte Sie darum, das mit zu unterstützen.“

Die Chancen, so der Landrat des Kreises Unna weiter, gewisse Fördermittel für das Projekt abzugreifen, seien groß. Im Rahmen des 5-Standorte-Programms, mit dem die Bundesregierung insgesamt 662 Millionen Euro für die vom Kohleausstieg betroffene Regionen bis zum Jahr 2038 unterstützen wird, hat man im Kreis Unna mit der Surfworld in Werne große Hoffnung auf eine Finanzspritze.

„Ich bin absolut davon überzeugt. Wir setzen alles daran, den Projektantrag mitzutragen. Wir haben hier die Möglichkeit, durch das 5-Standorte-Programm eine Förderung und mit dem Projekt eine Wertschöpfung und Arbeitsplätze in die Region zu bekommen.“

Pläne für Surfworld in Werne haben Landrat Löhr überzeugt

Nachdem man in der Kreisverwaltung von der Surfworld erfahren habe, sei man überzeugt gewesen. Das liegt vor allem auch an der geplanten Finanzierung des Projekts, das sich etwa im zweistelligen, mittleren Millionenbereich befinden wird.

„Es ist wichtig, dass man nicht nur auf mögliche Fördermittel setzt, sondern mit dem privaten Investor jemand bereit ist, auch selbst ein gewisses Risiko einzugehen“, so Löhr weiter. Er rechnet mit einer Entscheidung Ende Mai. Wie viel Geld man für die Surf-Anlage bekommen könnte, ist noch ungewiss.

Die Auswirkungen für die Region wurden jedoch schon analysiert. „Mit dem Projekt können wird dazu beitragen, dass sich andere Effekte einstellen“, erklärt Löhr und blickt auf direkte und indirekte wirtschaftliche Auswirkungen in der Wirtschaft und im Tourismus in der Region.

Die Fördermittel des Bundes sollen für den ersten Bauabschnitt der Surfworld abgerufen werden. Dabei handelt es sich um den wissenschaftlichen Teil der Wellensurf-Anlage, die voraussichtlich im Jahr 2023 fertiggestellt werden kann. Die Einrichtung mit dem Namen „SCNCWave“ soll künftig in den Wintermonaten von Wissenschaftlerin für die Forschung etwa in der Wellendynamik, Wasserkraft und Wellenenergie oder im Hochwasser- und Küstenschutz genutzt werden.

Im Sommer stünde die Anlage für Freizeitsportler zur Verfügung. Diese werde im zweiten Bauabschnitt errichtet. Der weitere Zeitplan hängt nun aber von der Entscheidung über die Fördermittel ab, wie Initiator und Projektleiter Dr. Michael Detering erklärt. So könnte es sein, dass die Surfworld doch etwas später als zunächst gedacht, nämlich im Jahr 2024, fertiggestellt sein wird.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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Andrea Wellerdiek

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