An dieser Stelle sollte eine Markierung die Radfahrer direkt in den Kreisverkehr leiten, meint Winfried Hoch vom ADFC. Ansonsten landen viele verbotswidrig auf dem Gehweg. © Jörg Heckenkamp
Radfahren in Werne

Mit Video: Tops und Flops für Radfahrer in Werne, Teil 1

Der Anteil des Fahrrades am Straßenverkehr nimmt zu. Mehr Radler bedeutet aber auch mehr Klagen über Schwach- oder Gefahrenstellen. In einer kleinen Serie zeigen wir Tops und Flops in Werne.

Den Fahrradverkehr zu fördern, haben sich die Akteure der verschiedensten politischen Ebenen auf die Fahnen geschrieben. Das gilt auch für Werne, wo gerade ein Mobilitätskonzept entsteht. Die Infrastruktur für das Zweirad ist nicht schlecht. An einigen Stellen sogar gut, an anderen gibt es wiederum Verbesserungsbedarf.


Als der passionierte Radfahrer Winfried Hoch (74) vor Jahrzehnten nach Werne gezogen ist, fragte er sich, „warum hier in einem relativ flachen Gebiet mit rücksichtsvollen Autofahrern so wenig Fahrrad gefahren wurde“. Als er sich dann selbst in den Sattel schwang, wusste er warum. „Manche Wegen waren die reinste Katastrophe für Radler“, sagt er.

Winfried Hoch wünscht sich eine Bordsteinabsenkung an dem kleinen Verbindungsstück zwischen Schürenkamp und Tenhagenstraße.
Winfried Hoch wünscht sich eine Bordsteinabsenkung an dem kleinen Verbindungsstück zwischen Schürenkamp und Tenhagenstraße. © Jörg Heckenkamp © Jörg Heckenkamp

Mittlerweile habe sich viel getan. Gemeinsam mit Winfried Hoch, dem Sprecher des ADFC in Werne, haben wir uns vor Ort umgeschaut und die Tops und Flops für Fahrradfahrer entdeckt.

Top:

Der neue Kreisverkehr an der Münsterstraße/Burgstraße. „Das ist für Radler toll, dass sie jetzt vom Becklohhof über den Kreisverkehr direkt in die Stadt hineinfahren können“, sagt Winfried Hoch. Der Kreisel sei großzügig angelegt und gut einzusehen. So weit, so gut. Allerdings macht der ADFC-Experte Verbesserungsbedarf aus.

Denn der rot markierte Radweg verläuft nicht durchgängig bis in die Burgstraße, die dann weiter Richtung Innenstadt führt. Viele Nutzer landen unwillkürlich auf dem Gehweg. Hoch hat zwei Verbesserungsvorschläge parat. Erstens: „Das Ende des Radweges optisch nicht Richtung Burgstraße abknicken lassen, sondern in Richtung Lünen, also zum Radweg längs der Münster-/Lünener Straße.

Parallel sollte man durch einen Pfeil auf dem roten Radweg den Fahrradfahrern rechtzeitig anzeigen, dass man an dieser Stelle am besten in den Kreisverkehr einfährt, um dann an der Burgstraße wieder herauszufahren. „Das wäre die sinnvollste Lösung“, mein Hoch.

Flop

Nicht weit vom Kreisverkehr findet sich eine kleine, aber nervige Barriere für Zweiradfahrer. Es geht um ein schmales Stück, das die Straße Schürenkamp mit der Tenhagenstraße verbindet und das Radfahrer gerne nutzen. „Hier müsste der Bordstein abgesenkt werden, damit man hier besser entlangfahren kann“, sagt Hoch. Denn entweder müsse man an dieser Stelle einen Bogen über den Gehweg fahren oder sein Fahrrad irgendwie über die Bordsteinkante bugsieren.

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Jörg Heckenkamp

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