Mobbing am Arbeitsplatz? Wer nicht pünktlich kommt, könnte es bereuen...

mlzVideokolumne Heidewitzka

Am 21. Dezember sollte man unbedingt pünktlich sein. Andernfalls läuft man Gefahr, besonders schikaniert zu werden. Was es damit auf sich hat, klären wir in unserer Videokolumne Heidewitzka.

Werne

, 21.12.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit Mobbing ist das so eine Sache. Eigentlich finden es alle doof - und trotzdem gibt es immer wieder Täter und Opfer. Die Folgen von Mobbing können fatal sein. Zumal nicht immer gleich klar ist, wo der vermeintliche Spaß aufhört und es wirklich ernst wird. Eine ganz bestimmte Form der Verhöhnung und Beleidigung hat es am 21. Dezember jedoch sogar ins Brauchtum geschafft. Dabei fing alles mit einem Ungläubigen an, der inzwischen ein Heiliger ist.

Stell dir vor, du bist der Heilsbringer, stehst nach bitteren Qualen von den Toten auf - und keiner glaubt dir. Oder zumindest nicht jeder in deinem engsten Freundeskreis. Jesus dürfte deswegen durchaus ein wenig bedröppelt geguckt haben, als er einst vor seine Jünger trat und Apostel Thomas ihm die Geschichte mit der Auferstehung einfach nicht abkaufen wollte.

Video
Heidewitzka Folge 23 - Der Heilige Thomas

Ins Neuhochdeutsche übersetzt, könnte man Thomas‘ verbale Entgleisung wohl in etwa so formulieren: „Ja, is klar. Zeig mal deine Wundmale. Dann sehen wir weiter, Kollege.“ Und im nächsten Moment dürfte dann der gute Thomas ziemlich dumm aus der Wäsche geschaut haben. Die Male waren ja wirklich da - is ja n‘ Ding!

Dem ungläubigen Thomas haben manche Menschen heute noch zu verdanken, dass sie am 21. Dezember gehänselt werden. Denn wer am Ehrentag des Heiligen zu spät kommt – sei es zum Frühstück, in die Schule oder zur Arbeit - wird gelegentlich noch immer als „Thomas-Esel“ bezeichnet.

Stroh am auf dem Stuhl und Schild um den Hals

Und wer glaubt, damit sei‘s dann aber auch gut, der irrt sich gewaltig. Denn möglicherweise erwartet denjenigen am Arbeitsplatz nicht nur der verbale Spott der Kollegen, sondern auch ein Haufen Stroh auf dem Bürotisch. Das Zeug soll Eseln ja bekanntlich ganz gut schmecken.

In manchen Fällen bekommen die Betroffenen gar ein Pappschild um den Hals, damit auch die letzte Schnarchnase noch mitbekommt, um was es hier gerade geht. Darum der Tipp an alle chronischen Langschläfer: Heute lieber mal ein bisschen auf die Tube drücken! Sicher ist sicher.

Mobbing am Arbeitsplatz? Wer nicht pünktlich kommt, könnte es bereuen...

Solche Schilder sieht man vor allem im Sauerland noch häufiger - insbesondere diejenigen, die am 21. Dezember zu spät kommen. © Felix Püschner

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