Modehaus aus Iserlohn interessiert sich für Kroes

Ausverkauf läuft

Der Ausverkauf im Mode- und im Wäschehaus Kroes geht weiter. So nehmen die Häuser am verkaufsoffenen Sonntag, 10. April, anlässlich des Auto- und Modefrühlings, teil. Bei Verhandlungen um eine mögliche Nachfolge soll auch der bisherige Inhaber Hein-Theo Küpper eine wichtige Rolle spielen.

WERNE

, 09.04.2016, 03:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
Am 1. 4. ist das Insolvenzverfahren offiziell eröffnet.

Am 1. 4. ist das Insolvenzverfahren offiziell eröffnet.

„Voraussichtlich noch die ganze nächste Woche, vielleicht auch noch etwas länger, lassen wir den Abverkauf laufen. Genug Ware ist noch vorhanden“, sagt Jens Brömmelmeyer vom Insolvenzverwalter aus Dortmund, am Freitag.

Parallel liefen die Gespräche über eine Lösung des insolventen Unternehmens. Klar ist: Ein Überleben beider Geschäfte in einer wie auch immer gearteten Nachfolge-Firma ist unwahrscheinlich. Brömmelmeyer: „Es wird entweder im großen Haus am Marktplatz oder im Wäschehaus weitergehen können.“

Interessenten vorhanden

Daher steht die Gefahr eines Leerstandes des Traditionsunternehmens am Marktplatz weiterhin im Raum. Derzeit gebe es einen Interessenten, der an einer Nachfolge interessiert ist. „Dabei soll auch der bisherige Inhaber Hein-Theo Küper eine wichtige Rolle spielen. Er ist ja das Gesicht des Hauses und bestens bekannt in Werne“, sagt Brömmelmeyer.

Jetzt lesen

Küper bestätigte, dass es „Verhandlungen mit einem befreundeten Modehaus aus Iserlohn“ gebe. Das sei jetzt bereits mit seiner Modekollektion Delu in beiden Häusern vertreten. Küper: „Ich würde mich freuen, wenn ich weiter im Modehaus Kroes tätig sein könnte.“

Noch keine Einigung

Eine Einigung, auch mit den Gläubigern, über eine derartige Konstruktion gibt es allerdings noch nicht. Sollte sie in absehbarer Zeit zustande kommen, so Brömmelmeyer, „stoppen wir den Ausverkauf und versuchen nahtlos, eine Folgelösung umzusetzen.“ Dabei gehe es um den Betrieb des Modehauses. Unabhängig davon erfolge der Verkauf der Immobilie am Markt, die sich im Besitz der Familie Küper befindet, um die Forderungen der Gläubiger abdecken zu können. 

Lesen Sie jetzt