Am Moormannplatz: Die Suche nach einer Stolperfallen-Lösung geht weiter

mlzFußgängerzone

Die neuen Stufenanlagen rund um den Moormannplatz sorgen wegen erhöhter Stolpergefahr weiter für Ärger. Ein Werner hat nun einen Lösungsvorschlag gemacht. Und der dürfte gut und günstig sein.

Werne

, 29.07.2019, 18:21 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ist das wirklich die ideale Lösung? Diese Frage hat sich Peter Strothmann (69) schon häufiger gestellt, wenn er durch die Fußgängerzone über den Moormannplatz spazierte.

Denn die Stufenanlagen, wie sie seit der Neugestaltung etwa vor dem Optiker-Geschäft Hoppe oder auch der Volksbank zu finden sind, bereiten dem Werner nach wie vor Kopfzerbrechen.

Ins Straucheln geraten

Bereits vor gut sechs Wochen hatten sich Anwohner und Geschäftsleute über die Stufenkonstruktion beschwert. Denn angesichts der ungewohnten Bauweise mit „auslaufenden“ Stufen war manch einer ins Straucheln geraten. Eine ältere Dame war sogar so schwer gestürzt, dass sie mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden musste.

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Die Stadt hatte daraufhin erklärt, das Problem sei bekannt und es gebe Überlegungen, wie man den Absatz deutlicher machen könnte. Andrerseits gehe man auch davon aus, dass sich die Leute an die neue Situation gewöhnen.

Das scheint laut Adrian Kersting auch der Fall zu sein: „Bei mir ist in der ganzen Zeit keine einzige Beschwerde angekommen. Im Gegenteil. Viele loben die Umgestaltung rund um den Moormannplatz“, erklärte der Tiefbauamtsleiter auf Anfrage unserer Redaktion.

Am Moormannplatz: Die Suche nach einer Stolperfallen-Lösung geht weiter

Bei Augenoptik Hoppe hatten sich die Inhaber bereits mit Blumenkübeln beholfen, um Kunden vor dem Stolpern zu bewahren. © Felix Püschner

Stolper-Thema ist noch nicht vom Tisch

Vom Tisch sei das Stolper-Thema damit allerdings noch nicht. „Wir befinden uns immer noch in Gesprächen“, so Kersting.

Peter Strothmann hat da einen ganz konkreten Vorschlag: „Ich frage mich, warum die Stadt den Rand der Stufen nicht einfach mit Farbe markiert. So wie es zum Beispiel auf dem Hansaplatz in Dortmund gemacht wurde. Das wäre doch eine schnelle Lösung.“

In Dortmund sei die Situation mit den auslaufenden Stufen schließlich ähnlich. Und wohl auch günstig. Zumindest wenn man es mit den Lösungsansätzen vergleicht, die zuletzt für den Moormannplatz im Raum standen.

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Dazu gehörte die Idee, einen Edelstahlbügel zu installieren. Projektmanager Gisbert Bensch hatte allerdings bereits erklärt, ein Geländer sehe „in diesem Bereich optisch nicht gut aus.“

Keine Blumenkübel - keine Farbe

Bei Optik Hoppe hatte man sich bereits selbst beholfen und Blumenkübel auf die Stufenanlage platziert, damit die Kunden die Stufen nicht übersehen. „Aber das kann ja jetzt nicht die Lösung für jede Stufe sein“, sagt Strothmann.

Am Moormannplatz: Die Suche nach einer Stolperfallen-Lösung geht weiter

So geht's auch: Auf dem Hansaplatz in Dortmund sind die Kanten der auslaufenden Stufen mit weißen Streifen markiert. Für den Werner Peter Strothmann ist das eine ideale Lösung. © Felix Püschner

Was zusätzliche Farbmarkierungen betrifft, hält sich Kerstings Begeisterung jedoch in Grenzen: „Wir haben dort bereits einen deutlichen Farbunterschied zwischen hellem Boden und dunklen Stufen. Wenn wir auf den Stufen jetzt auf noch gelbe Streifen aufmalen würden, würden man sich ja vorkommen wie auf dem Gelände von Amazon.“

Da sei schließlich jeder Bereich, über den man sich bewegen dürfe, auf dem Boden entsprechend markiert. Und auch das sei optisch alles andere als ansprechend.

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