Weil ein Mann aus Werne mit den Daten eines Kumpels einen teuren Fernseher gekauft und nicht bezahlt hat, wurde ihm Betrug vorgeworfen. Nun klang seine Version vor Gericht allerdings ganz anders. © dpa/Symbolbild
Gerichtsprozess

Nach Kauf von teurem Fernseher: Werner (25) fälschlicherweise wegen Betrugs angeklagt?

Mit den Daten eines Kumpels bestellte ein Werner (25) einen Fernseher – und handelte sich damit ein Verfahren wegen Betrugs ein. Vor Gericht beteuerte er, nicht in Betrugsabsicht gehandelt zu haben.

Er hatte mit den Daten eines Freundes einen neuen Fernseher bestellt. Daraufhin handelte der 25-jährige Werner sich ein Verfahren wegen Betrugs ein. Doch er wollte nicht betrügen, beteuerte er nun vor Gericht. Das kann er nun unter Beweis stellen.

Bereits im August 2019, so der Vorwurf gegen den jungen Mann aus Werne, orderte der bei einem Versandhändler einen Fernseher für fast 1300 Euro – Zusatzkosten inklusive. Dabei nutzte er die Daten eines Freundes. Laut Anklage wollte er die Rechnung von Anfang an nicht begleichen.

Betrug? Werner schildert dem Gericht andere Version

Betrug und Fälschung beweiserheblicher Daten wurden ihm nun in einem Prozess vor dem Unnaer Amtsgericht vorgeworfen. Seine Version klang allerdings „etwas“ anders. Demnach erlaubte ihm der Kumpel, seine Daten zu verwenden. Auch habe er 340 Euro Anzahlung geleistet und habe auch vorgehabt, die Raten zu bedienen. Das sei dann aber leider doch nicht möglich gewesen. Nun könne er die restlichen knapp 940 Euro jedoch aufbringen.

Das Gericht nahm dem 25-Jährigen, der unter Betreuung steht, beim Wort. Der Werner hat nun die Gelegenheit, seinem Kumpel das Geld zu zahlen, damit der wiederum die Schulden bei dem Händler begleichen kann. Sobald das Geld tatsächlich geflossen ist, soll das Verfahren eingestellt werden.

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