In der Christophorus-Gemeinde wird es über die Festtage Präsenzgottesdienste geben. © Felix Püschner (A)
Kirchen in Werne

Nach Kritik: Christophorus-Gemeinde äußert sich zu Weihnachtsgottesdiensten

An den Präsenzgottesdiensten zu Weihnachten gab es erneut Kritik. NRWs stellvertretender Ministerpräsident forderte jüngst eine Absage. Die Christophorus-Gemeinde in Werne bleibt bei ihren Planungen.

Die Evangelische Kirchengemeinde in Werne hat ihre Präsenzgottesdienste bereits vergangene Woche abgesagt. Die katholische Gemeinde hingegen nicht. Nachdem NRW-Ministerpräsident Armin Laschet nun am Dienstag (22. Dezember) erklärt hatte, es werde kein generelles Verbot geben, forderte sein Stellvertreter Joachim Stamp die Kirchen dazu auf, Messen in den Gotteshäusern abzusagen. Die Entwicklung der Pandemie mache diese Entscheidung unausweichlich, so Stamp.

Die Kirchen sehen das anders – auch in Werne. Die Entscheidung, Präsenzgottesdienste zu erlauben, sei am Montag so getroffen worden und man werde jetzt auch nicht kurzfristig davon abweichen, erklärte Wernes Pfarrdechant Jürgen Schäfer auf Anfrage unserer Redaktion: „Eine Absage käme heute auch schon zu spät. Das würde ein Chaos geben.“

Mehrere Christmetten an Heiligabend in Werne

Die katholische Gemeinde lädt an Heiligabend zu insgesamt fünf Christmetten in die Kirchen St. Christophorus, St. Sophia, Maria Frieden, St. Johannes und St. Konrad ein. Auch an den beiden Weihnachtsfeiertagen finden Präsenzgottesdienste statt – natürlich unter strengen Hygieneauflagen. Die Besucher mussten sich zudem bis Mittwochmittag (23. Dezember) dafür anmelden.

„Das Infektionsgeschehen ist natürlich nicht erfreulich. Aber wenn ich mir anschaue, welche Namen auf den Teilnehmerlisten stehen, dann bin ich eigentlich ganz entspannt“, so Schäfer. Warum die Katholische Kirche nur ungern auf Präsenzgottesdienste verzichten würde, macht der Pfarrdechant kurz und knapp deutlich: Es sei eben Teil der Auffassung von Liturgie.

Die Feier der Eucharistie sei zentral und wichtig. Und deswegen werde man die Gottesdienste für diejenigen, die nicht vor Ort sind, auch live streamen und nicht bloß aufzeichnen. Dass es möglicherweise nach Weihnachten dennoch zu einem Verbot von Präsenzgottesdiensten kommt, will der Pfarrdechant nicht ausschließen. Man müsse abwarten, wie sich die Lage bis dahin entwickelt.

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Geboren 1984 in Dortmund, studierte Soziologie und Germanistik in Bochum und ist seit 2018 Redakteur bei Lensing Media.
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Felix Püschner

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