Nach Parkstreit: Werner kritisieren "Beamten-Irrsinn"

Lehrer wehrt sich gegen Bußgeld

Muss ein Lehrer, der im Zweifel trotz diverser Hinweise nichts von einer möglichen Strafe wusste, trotzdem sein Knöllchen fürs Falschparken bezahlen? Nein, hat das Amtsgericht Lünen entschieden. Und damit die Stadt in Handlungsnot gebracht. Im Netz stößt die neue Regelung auf viel Gegenwind.

WERNE

, 21.04.2016, 05:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nach Parkstreit: Werner kritisieren "Beamten-Irrsinn"

Die FDP plädiert für die Abschaffung des Parkraumbewirtschaftunskonzepts. Auch am Kurt-Schumacher-Parkplatz sind die Dauerparkplätze nicht ausgelastet.

Die Verwaltung will nun neue Schilder an den betroffenen Parkplätzen anbringen und außerdem die Entgeltordnung fürs Parken aushängen. „Die Kosten für die neuen Schilder werden wohl gering sein“, meinte der zuständige Dezernent Frank Gründken. Die genaue Höhe konnte er jedoch nicht nennen.

Fest steht nun, dass der Lehrer, der sich erfolgreich gegen die Zehn-Euro-Strafe gewehrt hat, in Zukunft zahlen muss: „Dann wird ja eindeutig auf die Konsequenzen hingewiesen.“

Unverständnis im Netz: "Beamten-Irrsinn"

Dass die Stadt dies über neue Schilder lösen will, stieß am Mittwoch gelinde gesagt auf Unverständnis. So war im sozialen Netzwerk Facebook von „Beamtenirrsinn“ und „Schildbürgern“ die Rede. Doch es gibt auch Unterstützung für die Verwaltung: So schreibt ein User, dass das Urteil des Amtsgerichts Lünen sicher nicht „im Namen des Volkes“ ergangen sei.

FDP-Frontfrau Claudia Lange, ohnehin keine Anhängerin der Parkgebührenregelung, flüchtete sich in Sarkasmus: „Ich finde auch, dass nun unbedingt noch in neue Schilder investiert werden muss. Das trägt gewiss zur Optimierung des glorreichen Parkraumbewirtschaftungskonzepts bei.“  

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