Nach Restauration ist alter Pavillon nun ein Schmuckstück

Hammer Kurpark

Eigentlich sollte der verwitterte Pavillon abgerissen werden. Doch dann schaute sich Ferdinand Hanke die Laube aus der Gründerzeit an und es war um den Entscheidungsträger geschehen: Die Klinik für manuelle Therapie ließ das Schmuckstück im Hammer Kurpark bei "Fred´s Antikshop" restaurieren.

WERNE

von Von Helga Felgenträger

, 14.10.2011, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ferdinand Hanke baute den Pavillon originalgetreu nach. Auch die Laterne auf dem Dach wurde wieder aufgesetzt.

Ferdinand Hanke baute den Pavillon originalgetreu nach. Auch die Laterne auf dem Dach wurde wieder aufgesetzt.

Es sollte dem Neubau der Klinik weichen, erzählt Ferdinand Hanke (61) und signalisierte dem Geschäftsführer Harald Wohlfahrt: Der Wiederaufbau sei kein Problem, so Hanke.

Das achteckige Gartenhäuschen stammt aus dem Jahre 1903 und wurde vom angrenzenden Tennisclub genutzt. "Der Verein hatte die Wände rundherum mit Spanplatten zugenagelt und grün angestrichen", erzählt Hanke. Seit 26 Jahren führt dieser in Werne seinen Handwerksbetrieb und hat schon vielen alten Schätzchen zu neuem Glanz verholfen.Alte Handwerkskunst Auch der Pavillon stellte den Schreiner und seinen Sohn Mario vor kein größeres Problem. "Alte Handwerkskunst ist meine Stärke", sagt er und setzte bei den Ecken auf Holzverbindungen.

Er spricht von "Zahnüberplattung", "Schwalbenschwanzverbindung" und "Zapfen mit Schlitz". Nur im oberen Teil seien die Rähme mit Schrauben festgemacht worden. "Ansonsten sind alle Konstruktionen in Holz gearbeitet", sagt er und zeigt auf Holznägel und Holzdübel.

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Antiker Pavillon

Aus dem alten Pavillon ist nach der Restaurierung ein echtes Schmuckstück geworden.
13.10.2011
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Zur Gründerzeit verweilten die Kurpark-Besucher bei schönem Wetter im Pavillon.© Foto: privat
Später führte der Pavillon ein trauriges Dasein, der Holzbau verkümmerte immer mehr.© Foto: privat
Fred Hanke baute den Pavillon originalgetreu nach. Auch die Laterne auf dem Dach wurde wieder aufgesetzt.© Foto: privat
Über drei Monate arbeitete er mit seinem Sohn zusammen an der Restaurierung des Pavillons.© Foto: Helga Felgenträger
Stolz präsentiert Fred Hanke die Fotos von dem restaurierten Pavillon.© Foto: Helga Felgenträger
Fred Hanke baute den Pavillon originalgetreu nach. Auch die Laterne auf dem Dach wurde wieder aufgesetzt.© Foto: privat
Die Holzverbindungen wurden alle in alter Handwerkskunst ausgeführt. Im Bild die Schwalbenschwanzverbindung.© Foto: privat
Die Holzverbindungen wurden alle in alter Handwerkskunst ausgeführt. Im Bild die Schwalbenschwanzverbindung.© Foto: privat
Das Holz wurde morsch.© Foto: privat
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Das alte Eichenholz war größtenteils morsch. Daher baute er das Häuschen ab, setzte es in seiner Werkstatt an der Tigge wieder zusammen und baute anschließend mit neuen Hölzern alles nach. "Es war Maßarbeit", sagt er. Jedes Teil sei individuell angefertigt worden. Auch die Rosetten wurden wieder ins Holz eingefräst. Und auf dem Dach steht auch wieder die Laterne, die er akribisch genau restauriert hat.Candle-Light-Dinner im Pavillon

Nach drei Monaten Bauzeit feierte die Klinik jetzt Einweihung. Die Restaurierung habe sich gelohnt, waren die Gäste überzeugt und begeistert. Der klinikeigene Pavillon solle der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden, so Ferdinand Hanke. Es sei bei der Einweihung darüber gesprochen worden, die historische Laube vermieten zu wollen. Gedacht sei beispielsweise dabei an ein Candle-Light-Dinner. 

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