Tierquälerei in Werne

Nach Tierquälerei-Skandal in Werne: Kooperationspartner von Mecke reagieren

Nachdem die erschreckenden Zustände in der Viehsammelstelle in Werne aufgedeckt wurden, reagieren nun auch Kooperationspartner von Mecke. Auch Hundefutter-Spezialist nimmt Abstand von den Vorkommnissen.
Jasmin Ebbinghaus, hier auf einem Archivbild zu sehen, weist die schweren Vorwürfe gegenüber ihrer Firma zurück. Weder sie noch ihr Mann hätten je davon erfahren, was in der Viehsammelstelle von Mecke in Werne passiert. © Jörg Heckenkamp (A)

Nicht nur viele Bürgerinnen und Bürger reagieren mit Fassungslosigkeit auf die schrecklichen Bilder und Videos, die aus der Viehsammelstelle der Mecke GmbH in Werne veröffentlicht wurden. Auch einige Kooperationspartner der Firma reagieren geschockt und ziehen ihre Konsequenzen.

So melden sich die Verantwortlichen von Paribal, dem Hundefutter-Spezialisten aus Werne, auf ihrer Facebook-Seite. „Was ich dort gesehen habe macht mich fassungslos, wütend und traurig zugleich und ich frage mich genauso wie Sie alle: Wie um alles in der Welt kann man das diesen armen Tieren antun, so grausam und brutal sein?“, schreibt Jasmin Ebbinghaus.

Sie erklärt ebenso, dass die Firma ausschließlich von ihr und ihrem Mann geführt wird. Marko Mecke, der Firmenchef der gleichnamigen Metzgerei, sei zum Gesellschafter ohne Funktion in ihrer Firma tätig geworden. Deshalb wolle man sich ausdrücklich von ihm distanzieren.

Paribal aus Werne verurteilt Geschehnisse bei Mecke

„Ich möchte hiermit klar stellen, dass die Firma Paribal ein eigenständiger Betrieb mit eigenen Mitarbeitern ist und ausschließlich von mir und meinem Mann geführt wird. Keiner der Mitarbeiter besagter Firma war jemals in die Herstellung unserer Produkte involviert. Ebenfalls hatte die Firma Paribal ihre eigene Produktion!“, heißt es weiter. Von den Geschehnissen distanziere man sich ausdrücklich und „wir verurteilen diese ebenso wie Sie alle hier“.

Die Viehsammelstelle hätten weder sie noch ihr Mann oder andere Mitarbeiter jemals besucht. Von den Zuständen, so Ebbinghaus weiter, habe man nichts wissen können. „Niemals hätten wir uns vorstellen können, dass so etwas Furchtbares dort passiert. Und genau aus diesem Grund haben wir wie alle anderen Kunden auch darauf vertraut, dass alles in Ordnung ist.“

Künftig werde man nun ausschließlich von eigenen Lieferanten beliefert. Man könne die Vorwürfe gegenüber der eigenen Firma nachvollziehen. „Uns geht es genauso wie jedem anderen Kunden, der noch vor ein paar Tagen seine Bratwurst dort gekauft hat, guten Gewissens.“

Bäckerei Kanne zieht Konsequenzen

Der Party-Service Klimecki hat sich ebenso zu den Vorkommnissen öffentlich geäußert. Man werde mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit mit Mecke beenden. „Wir legen großen Wert auf Qualität, Fleisch und Wurstwaren aus der Region, Transparenz und Respekt vor dem Tierwohl“, erklären die Verantwortlichen auf Ihrer Facebook-Seite und nennen dabei Kooperationspartner aus Münster, Südkirchen und Hamm.

Auch die Bäckerei Kanne, die zwei Filialen in Werne betreibt, hat nun angekündigt, die Kooperation mit Mecke zu beenden. Man werde ab sofort ausschließlich von der Fleischerei Bernemann & Röhl aus Lünen und der Fleischerei Angelkort aus Nordkirchen Ware beziehen.

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