Natursolebad Werne ein Jahr nach der Schließung

Viele Fotos und Video

Vor genau einem Jahr schloss das Natursolebad Werne seine Pforten. Umplanungen verzögern eine Neueröffnung wohl bis Anfang 2019. Wir haben uns ein Jahr nach der Schließung in dem Geister-Bad umgesehen. Hier gibt es viele Fotos und ein Video-Interview mit dem Leiter des Bades.

WERNE

, 11.04.2016, 16:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Größer könnte der Kontrast nicht sein. Im Hallenbad tönt lautes Kinderschreien bei einer Schul-Schwimmstunde. 200 Meter weiter zeigt die riesige Außenfläche ihre Wunden: quadratmeterweise aufgerissenes Pflaster, umgestürzte Lampenpfähle, Laub in leeren Schwimmbecken.

Besichtigungs-Rundgang mit dem Badleiter

„Ja“, sagt Badleiter Jürgen Thöne (52) beim Besichtigungs-Rundgang mit unserer Redaktion, „hier könnte morgen der Abrissbagger anrücken.“ Doch erst soll das neue Planungsbüro seine endgültigen Zeichnungen vorlegen. Dann können die Bagger kommen.

 

Wir stehen am Sportbecken. „Das soll bleiben“, sagt Thöne. Ebenso der seitliche Bauriegel mit der Technik. Der Badleiter dreht sich um, breitet die Arme aus. „Von hier bis hinten zum Hallenbad erstreckt sich der Neubau.“

Ein Laie kann sich das kaum vorstellen. Wo jetzt die alten Solebecken, Wegeflächen und Wiesen vor sich hin gammeln, soll Anfang 2019 ein funkelnagelneues Bad den Wernern und auswärtigen Gästen wieder salzige Badefreuden bescheren.

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Werner Solebad ist nun ein Jahr geschlossen

Vor genau einem Jahr schloss das Natursolebad Werne seine Pforten. Umplanungen verzögern eine Neueröffnung wohl bis Anfang 2019. Wir haben uns ein Jahr nach der Schließung in dem Geister-Bad umgesehen. Hier gibt es viele Fotos.
11.04.2016
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Blick vom Dach auf das Geister-Bad.© Foto: Jörg Heckenkamp
Von hier bis hinüber zum Hallenbad reicht der Neubau - Jürgen Thöne demonstriert die Dimensionen des Vorhabens.© Foto: Jörg Heckenkamp
Statt Schwimmern ein Fahrrad im Umkleidebereich.© Foto: Jörg Heckenkamp
Das Sportbecken bleibt. Um Frostgefahren vorzubeugen, bleibt es im Winter gefüllt. Mit chemie-freiem Wasser. Daher die Grünfärbung unter anderem durch Algen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Leben im Hallenbad. Schul- (Foto) und Vereinsschwimmen sollen so lange wie es geht möglich sein.© Foto: Jörg Heckenkamp
Geöffnete Decke im Umkleidegebäude.© Foto: Jörg Heckenkamp
Statt Schwimmern ein Fahrrad im Umkleidebereich.© Foto: Jörg Heckenkamp
Die teuren Türgriffe sind demontiert. Entweder zum Verkauf, oder für eine Wiedernutzung.© Foto: Jörg Heckenkamp
Das Sportbecken bleibt. Um Frostgefahren vorzubeugen, bleibt es im Winter gefüllt. Mit chemie-freiem Wasser. Daher die Grünfärbung unter anderem durch Algen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Das Sportbecken bleibt. Um Frostgefahren vorzubeugen, bleibt es im Winter gefüllt. Mit chemie-freiem Wasser. Daher die Grünfärbung unter anderem durch Algen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Keine Zukunft hat der Salinen-Turm.© Foto: Jörg Heckenkamp
Überflüssiges Schild - zumindest bis Anfang 2016.© Foto: Jörg Heckenkamp
Die Demontage ist weit vorangeschritten.© Foto: Jörg Heckenkamp
Kein Eintritt mehr durch diese Tür.© Foto: Jörg Heckenkamp
Etwa ein Drittel der großen Findlinge soll eine Zukunft im neuen Bad haben.© Foto: Jörg Heckenkamp
Die charakteristische Lichtkuppel auf dem Außen-Umkleidegebäude.© Foto: Jörg Heckenkamp
Hinter den Fliesen im Sole-Außenbecken hatte sich im Laufe der Jahre der Rost durchgefressen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Trostlos sieht es im Außenbereich aus. Hier ist alles für den Abriss vorbereitet.© Foto: Jörg Heckenkamp
Trostlos sieht es im Außenbereich aus. Hier ist alles für den Abriss vorbereitet.© Foto: Jörg Heckenkamp
Hinter den Fliesen im Sole-Außenbecken hatte sich im Laufe der Jahre der Rost durchgefressen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Fast schon unheimlich wirkt der Blick in die teils demontierten Umkleiden.© Foto: Jörg Heckenkamp
Trockenen Fußes durch die Außenbecken. Sie sind für den Abriss vorbereitet.© Foto: Jörg Heckenkamp
Die Mannschaft baute die teuren Unterwasserscheinwerfer aus und lagerte sie ein - für eine Neunutzung im neuen Bad.© Foto: Jörg Heckenkamp
Alles zusammengeräumt im Schwimmmeister Raum für den Außenbereich.© Foto: Jörg Heckenkamp
Fundstück bei der Demontage der Umkleiden.© Foto: Jörg Heckenkamp
Sondereinsatzkommandos der Polizei nutzen das brach liegende Gelände und die leeren Gebäude bisweilen als Übungsgelände. Hier ein "Treffer" mit einer Farbpatrone.© Foto: Jörg Heckenkamp
Badleiter Jürgen Thöne (52) freut sich auf das neue Bad: "Das wird ein hervorragende Sache."© Foto: Jörg Heckenkamp
Badleiter Jürgen Thöne in seinem Büro an der Horneburg.© Foto: Jörg Heckenkamp
Nach vielen Durchgängen ist der Filtersand regelrecht verbacken.© Foto: Jörg Heckenkamp
Nach vielen Durchgängen ist der Filtersand regelrecht verbacken.© Foto: Jörg Heckenkamp
Nicht alles ist tot im Außenbereich des geschlossenen Natursolebades.© Foto: Jörg Heckenkamp
Aha, so funktioniert Wasseraufbereitung für ein Schwimmbad.© Foto: Jörg Heckenkamp
Auf ihnen räkelt sich in den nächsten Jahren niemand in der Sonne.© Foto: Jörg Heckenkamp
Jürgen Thöne deutet auf das Hallenbad. Es soll erst möglich kurz vor Eröffnung des neues Bades, voraussichtlich Anfang 2019, nicht mehr für Vereine und Schulen zur Verfügung stehen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Demontierte Lampe im Umkleidebereich.© Foto: Jörg Heckenkamp
Leben im Hallenbad. Schul- (Foto) und Vereinsschwimmen sollen so lange wie es geht möglich sein.© Foto: Jörg Heckenkamp
Solefans dürfte bei diesem Anblick die Tränen in die Augen steigen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Badleiter Jürgen Thöne (52) freut sich auf das neue Bad: "Das wird ein hervorragende Sache."© Foto: Jörg Heckenkamp
Blick in die Halle mit den großen Filtern für Sole und Süßwasser. Ein Teil wird womöglich wiederverwendet.© Foto: Jörg Heckenkamp
Blick in die Halle mit den großen Filtern für Sole und Süßwasser. Ein Teil wird womöglich wiederverwendet.© Foto: Jörg Heckenkamp
Sauerstofft-Sprudler auf dem Boden eines Großfilters.© Foto: Jörg Heckenkamp
Ältere Schalttafel im Technik-Gebäude.© Foto: Jörg Heckenkamp
Was nutzbar ist, wird genutzt. Z. B. die Pflastersteine, die für kleines Geld verkauft werden.© Foto: Jörg Heckenkamp
Trostloser Anblick, das leere Natursolebad.© Foto: Jörg Heckenkamp
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Thöne ahnt, wie schwierig es sein wird, die verlorenen Kunden zurückzuholen. Vor allem nach einer Aus-Zeit von vier Jahren. „Deswegen arbeiten wir jetzt schon an einem Marketingkonzept, das ab nächstem Jahr greifen soll.“

Er schließt die Tür zum Außen-Umkleidegebäude auf. Glastüren lehnen an der Wand, Türgriffe sind abgeschraubt. „Was noch in Ordnung ist und sich verwerten lässt, lagern wir ein. Anderes verkaufen wir“, sagt er. Wie etwa Pflastersteine. Oder auch die Solarien. „Die haben wir erst neulich verkauft.“ 

Kurzer Rückblick:

Vor exakt einem Jahr waren die letzten Gäste im Werner Natursolebad. Mehr als 2000 Besucher hatten am 12. April 2015 die Gelegenheit genutzt und sich vom alten Bad verabschiedet. Unserer Redaktion gegenüber erklärte Badleiter Jürgen Thöne damals: „Wir wollen endlich loslegen und unsere Pläne in den kommenden zwei Jahren kompakt umsetzen.“

Daraus wurde bekanntlich nichts: Die Kosten mussten nach oben korrigiert werden. Dann fiel die Entscheidung, das Bad neu planen zu lassen und dabei aus Kostengründen auf die Sauna zu verzichten. Als Sieger aus dem neuen Vergabeverfahren wurde am 18. März das Büro Geising und Böker vorgestellt, den Zuschlag für die technische Gebäudeausrüstung erhielt eine Woche später die Ingenieurgesellschaft Bannert.

Badleiter: Eröffnung Anfang 2019

Aktuell laufen die Entwurfsplanung für das neue Bad, das den Schwerpunkt auf Sole und Familien legt. Der Bauantrag soll im vierten Quartal 2016 abgegeben werden, die Eröffnung der Solewelt ist für Anfang 2019 vorgesehen. Oder, wie Frank Gründken vom Bäderbetrieb es ausdrückte: „Vorher wäre schön – 2019 ist sicher.“

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