Neuer Gesetzentwurf sorgt für Unmut bei Bauern

Infoabend in Werne

Der Entwurf des neuen Landesnaturschutz-Gesetzes sorgt bei Werner Bauern und der CDU für Unmut. Parteichef Willi Jasperneite findet deutliche Worte: "Die Landwirte werden quasi enteignet." Aus diesem Grund lädt die Werner Union zu einem Infoabend.

WERNE

, 15.02.2016, 05:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hoffen auf möglichst große Beteiligung am Infoabend am 18. Februar: v. l. Hans-Heinrich Wortmann vom Landwirtschaftlichen Kreisverband, CDU-Chef Willi Jasperneite, Ratsfrau Annegret Lohmann und Ortslandwirt Hubertus Rosendahl.

Hoffen auf möglichst große Beteiligung am Infoabend am 18. Februar: v. l. Hans-Heinrich Wortmann vom Landwirtschaftlichen Kreisverband, CDU-Chef Willi Jasperneite, Ratsfrau Annegret Lohmann und Ortslandwirt Hubertus Rosendahl.

Am Donnerstag, 18. Februar, lädt die CDU alle Bürger ein, um über die geplanten Veränderungen zu informieren, erklärte CDU-Ratsfrau Annegret Lohmann. Zusammen mit Jasperneite und den Werner Ortslandwirten Hubertus Rosendahl und Hans-Heinrich Wortmann vom Landwirtschaftlichen Kreisverband Ruhr-Lippe stellte Lohmann den Infoabend am Freitag vor. 

Keine Bewirtschaftung an Gewässern?

Zu diesem wirt auch der CDU-Landtagsabgeordnete Rainer Deppe als Referent erscheinen. Deppe sei laut Jasperneite Sprecher im Düsseldorfer Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft. „Außerdem hat Heinz-Wilhelm Büscher, Geschäftsführer des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes, sein Kommen zugesagt“, so Wortmann.

Die Novelle des Naturschutzgesetzes bringe nach jetzigem Stand Einschränkungen für die Landwirte mit sich, „die für uns tief greifende Einschnitte in die Bewirtschaftung und die Eigentumsrechte bedeuten“, sagt Wortmann. Beispielsweise sollen Bauern mehrere Meter breite Streifen längs von Gewässern nicht mehr bewirtschaften dürfen. Und das an allen Gewässern. Wortmann: „Das macht doch keinen Sinn, wenn das Gewässer in Ordnung ist.“

Vereinbarungen im Einzelfall angestrebt

Ähnlich schlimm werten er und der Ortslandwirt die geplanten Auflagen für Waldbesitzer. Rosendahl: „Die sollen verpflichtend innerhalb ihrer Waldstücke sogenannte Wildnis-Entwicklungszonen ausweisen müssen.“ Bedeutet, so Wortmann, dass sie auf einem Teil ihres Eigentums keinen Ertrag erwirtschaften dürfen.

Die Landwirte wehren sich gegen die pauschalen Verpflichtungen. Sie streben Vereinbarungen im Einzelfall an. Wortmann: „Da lassen wir gerne mit uns reden.“

Termin
Der Infoabend ist öffentlich und findet statt am Donnerstag, 18. Februar, 19.30 Uhr, Lokal „Im Grünen Winkel“, Im Grünen Winkel 12.

Lesen Sie jetzt