Neues Herzstück für 13 Millionen Euro schlägt bei Klingele

WERNE Als Ekkehard Dürr damals seine Ausbildung im Papierwerk Klingele begann, bestand Verpackung aus einem braunen Karton samt Sicherheitshinweis.

von Von Daniel Claeßen

, 15.06.2008, 11:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stolz auf neue Qualität: Geschäftsführer Dr. Martin Römer, Fiona und Dr. Jan Klingele, Ekkehard Dürr.

Stolz auf neue Qualität: Geschäftsführer Dr. Martin Römer, Fiona und Dr. Jan Klingele, Ekkehard Dürr.

25 Jahre später muss sich der Werner Werksleiter um Psychologie und Emotionen Gedanken machen.„Das hätte ich mir nicht träumen lassen“, gab Dürr am Freitag beim „Tag der neuen Dimensionen“ im Wellpappenwerk zu.

Logistik-Zentrum  an der Brede

Doch der Job hat sich ebenso gewandelt wie die Umgebung: An der Brede ist ein 13000 Quadratmeter großes Logistik-Zentrum entstanden. Das Herzstück bildet eine linksangetriebene Druckstanze. „Mit der Klingele-Konfiguration ist die Maschine einzigartig“, erklärte der Werksleiter stolz.

13 Millionen Euro hat das Unternehmen nach Angaben von Marketing-Managerin Sarah Schäfer in die Modernisierung des Werner Werks investiert. Von der neuen Druckstanze verspricht man sich vor allem eine Steigerung der Produktivität: „Statt 6500 können wir nun 7000 Bögen pro Stunde anfertigen“, erklärte Ekkehard Dürr dem Fachpublikum.

Farbkühlung

Durch eine neue Automatik muss der Material-Einschub nicht mehr manuell bedient werden, so dass weniger Zeit bei der Produktion verloren geht. „Und die Farbkühlung sorgt dafür, dass alle Druckvorgänge die gleiche Qualität haben“, schloss der Werksleiter die Aufzählung „einiger Vorteile“ der Maschine mit dem offiziellen Namen „Bobst Masterline 2.1“ ab.

Auf dem „Tag der neuen Dimensionen“ stieß nämlich nicht nur das Unternehmen Klingele in neue solche vor. Die anwesenden Experten warfen einen Blick auf die Zukunft der Verpackung: „Die Zeit der braunen Kartons ist vorbei“, analysierte Jens Lönneker vom Rheingold Institut für Markt- und Medienanalyse. „Die Farbe weiß ist mehr und mehr gefragt.“

 Auch müsse sich in Zeiten, wo Produkte häufiger „lebendige Namen“ erhalten, die Verpackung anpassen und „mit dem Verbraucher kommunizieren“.

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