Neuregelung bei Persos: Wie sieht es in Werne aus?

Bürgerbüro

Wer im Werner Bürgerbüro einen neuen Personalausweis beantragen möchte, muss dazu nicht zwingend eine Geburts- oder Heiratsurkunde vorweisen. Der Fall einer Frau aus Castrop-Rauxel hatte jüngst für Verwirrung gesorgt. In Werne müssen die Urkunden aber nur im Ausnahmefall gezeigt werden. Wir erklären die Hintergründe.

WERNE

, 01.08.2017, 14:26 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Fall war auch im Werner Bürgerbüro Gesprächsthema gewesen. Elvira Geppert (60) hatte im Castrop-Rauxeler Büro zunächst keinen neuen Ausweis bekommen. Sie hatte ihren alten Ausweis dabei, doch das Einwohnermeldeamt verlangte eine Geburtsurkunde.

„Grundsätzlich gilt bei uns: Wer einen neuen Ausweis beantragt, der muss sich identifizieren können. Und das funktioniert ja sehr gut mit dem alten Ausweis“, beruhigt Ordnungsamtsleiter Werner Kneip.

Geburts- oder Heiratsurkunden sollen helfen, Daten abzugleichen

Die einzige Ausnahme: „Wenn wir im Melderegister sehen, dass Daten nicht übereinstimmen, dann muss schon mal die Geburts- oder Heiratsurkunde her.“ Früher sei es öfter vorgekommen, dass zum Beispiel Zweit- oder Drittvornamen im Ausweis auftauchten, die so nicht im Melderegister standen.

Auf der Homepage der Stadt Werne steht allerdings schon, dass man als „Notwendige Unterlagen“ eine Heirats- oder Geburtsurkunde vorweisen muss. Doch auch hier verweist Kneip darauf, dass das im Normalfall eigentlich nicht nötig ist. „Der Sachbearbeiter sieht ja sofort im Computer die entsprechende Registernummer des Standesamtes und weiß Bescheid“, erklärt er. „Und dann reicht immer der alte Ausweis mit Lichtbild.“

Kneip glaubt im Übrigen nicht, dass es gerade für ältere Leute ein Problem sei, die entsprechenden Unterlagen mit zur Antragstellung zu bringen. „Glauben Sie mir“, sagt Werner Kneip lachend, „die Älteren wissen meistens viel besser, wo sie ihre Geburtsurkunden aufbewahrt haben, als die jüngere Generation.“

Neue Empfehlung:
Offiziell gilt seit dem 15. Juli für alle Bürger, dass man bei Beantragung bzw. Verlängerung eine Heirats- oder Geburtsurkunde vorlegen muss.
Es ist eine Empfehlung des Innenministeriums: Die Daten von Ausweisdokumenten müssten mit den Angaben im Melderegister abgeglichen werden.

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