Das Hotel am Kloster in Werne bleibt über die Weihnachtstage geschlossen. © Jörg Heckenkamp (A)
Weihnachtsbuchungen

„Nicht lebensnotwendig, was wir betreiben“ – Werner Hotelier über aktuelle Lage

Über die Weihnachtsfeiertage dürfen doch keine Verwandten in Hotels übernachten. Ein Werner Hotelier begrüßt die neuen einheitlichen Regeln – und hofft für Regelbetrieb auf den März.

Ende November hieß es seitens der Politik, dass Hotels über die Feiertage Gäste aufnehmen dürfen, die ihre Familien an Weihnachten besuchen. So sollten Familien, die wenig Platz für Verwandte haben, entlastet werden.

Mit der neuen Corona-Schutzverordnung, die seit dem 16. Dezember gilt, ist diese Regelung hinüber. Die Kontakte sollen massiv reduziert werden, auch an Weihnachten. Das Hotel am Kloster in Werne hatte einige Buchungen über die Weihnachtstage, die aber jetzt wegfallen.

Hotel schließt über die Feiertage

„Die Buchungen waren zwar schon vorsichtig, die meisten kamen recht kurzfristig. Eine gewisse Grundbasis war aber schon da“, erzählt Inhaber Steffen Kroes. Seit Mitte der vergangenen Woche, als immer mehr durchsickerte, dass die Maßnahmen verschärft werden, habe es keine Buchungen mehr gegeben. Jetzt würden Gäste sich höchstens melden, um nach der Stornierungsfrist zu fragen.

Das Hotel am Kloster wird deswegen ab dem 23. Dezember über die Feiertage und vom 30. Dezember bis zum 3. Januar schließen. Schließlich gebe es zu diesen Zeiten auch so gut wie keine Geschäftsreisenden mehr. Das Gänsetaxi werde aber trotzdem angeboten.

Wie bewertet Hotelinhaber Steffen Kroes den Zickzackkurs? „Für uns ist es grundsätzlich gut, klare, einheitliche Regelungen zu haben. Wenn es heißt, es dürfen vielleicht Leute kommen und es könnte aber sein, dass es wieder gekippt wird, haben wir keine Planungssicherheit. Das ist unbefriedigend, weil auch Mitarbeiter sich unsicher sind, ob sie Buchungen jetzt verkaufen dürfen. Auch Gäste fragen, weil es teilweise Unterschiede in den Bundesländern gab.“

Die neuen einheitlichen Regelungen begrüße er aber. „Hotelbesuche sind nicht oben auf der Prioritätenliste. Es ist nicht lebensnotwendig, was wir betreiben. Schon seit dem 2. November sind wir in unserem Handlungsfeld eingeschränkt, man passt sich den Gegebenheiten an“, erklärt der Gastgeber.

Hoffnungen auf den März

Weil auch die Gastronomie schließen muss, seien einige Mitarbeiter in Kurzarbeit. Das Ziel sei es allerdings, alle Mitarbeiter weiter zu beschäftigen. „Das werden wir auch gut durchhalten. So langsam ist Licht am Ende des Tunnels“, blickt Kroes in die Zukunft.

Im März rechne er damit, dass das normale Leben einigermaßen wieder starten kann und das Buchungsvolumen im Hotelbetrieb auch wirtschaftlich wieder Sinn ergebe. „Das wird am 11. Januar noch nicht möglich sein“, sagt er.

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