Nordkirchenerin soll Drogen in Werne verkauft haben

Gerichtsverhandlung

WERNE/NORDKIRCHEN Wegen unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln sollte sich eine 24 Jahre alte Frau aus Nordkirchen vor dem Schöffengericht in Lünen verantworten. Die Staatsanwaltschaft warf der jungen Frau vor, 2008 in drei Fällen in Werne Marihuana und Haschisch verkauft zu haben.

28.10.2009, 14:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nordkirchenerin soll Drogen in Werne verkauft haben

Sie will lediglich mit dem Zeugen F. in dessen Wohnung Drogen konsumiert, aber nie verkauft haben. Der Zeuge F., der bereits in einem früheren Strafprozess wegen Drogenmissbrauchs zu einer längeren Freiheitsstrafe verurteilt worden war, hatte die Angeklagte damals schwer belastet. Im jetzigen Strafverfahren wollte er von alle dem nichts mehr wissen. Er habe von einer Holländerin gleichen Vornamens Drogen bezogen, aber nie von der jetzigen Angeklagten. Warum und weshalb gerade die Telefonnummer der jetzigen Angeklagten in seinem Handy gespeichert war, konnte er nicht mehr erklären. Er bestätigte lediglich, die Angeklagte auf einer Party kennengelernt und später mit ihr Drogen konsumiert zu haben. Die Angeklagte, die bereits im Mai d.J. vom Amtsgericht Münster wegen Drogenhandels zu einer längeren Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden war, will sich ab 2. November in Drogentherapie begeben.

Sowohl die Aussage des Zeugen F. als auch die bevorstehende Therapie der Angeklagten veranlassten das Gericht, die Hauptverhandlung zu vertagen. Zu einem neuen Termin, der im April 2010 stattfinden soll, will das Gericht dann weitere Zeugen laden und über die Staatsanwaltschaft weitere Ermittlungen anstellen lassen. Der Ausgang des Verfahrens ist nach Verlautbarung des Gerichts noch völlig offen.

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