Norovirus legt Station lahm im Werner Christophorus-Krankenhaus

mlzPatienten isoliert

Der Norovirus wütet derzeit im Werner Christophorus-Krankenhaus. Die Pneumologische Station musste deshalb schließen. 15 Patienten sind dort im Moment isoliert.

Werne

, 18.01.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Ja, alle Jahre wieder um diese Jahreszeit“, sagt mit leiser Resignation in der Stimme Pflegedirektor Ludger Risse auf unsere Anfrage. Seit Donnerstag, 17. Januar 2019, sei die Pneumologie für den normalen Krankenhausbetrieb geschlossen.

Zutritt zur Station nur mit Schutzmaßnahmen

Dort seien die Patienten mit der Magen-Darm-Erkrankung zusammengezogen. „Sozusagen eine Kohorten-Isolierung“, sagt Risse. 4 dieser 15 Patienten seien betroffen, drei zeigten Symptome, der Rest befand sich bereits vorher auf der Station.

Isolierung bedeute, dass die Außenzugänge zur Station geschlossen seien. Der Zutritt sei nur mit Schutzmaßnahmen wie Mundschutz, Kittel und Handdesinfektion erlaubt. Risse: „Die Patienten dürfen natürlich Besuch empfangen, wenn er diese Schutzmaßnahmen einhält.“ Allerdings sollten es nicht zu viele Besucher sein. Risse rät, den Kreis auf nahe Familienangehörige zu beschränken.

Wer das Virus eingeschleppt hat, lässt sich laut Pflegedirektor nicht feststellen. Jemand trägt es in sich, ohne es zu wissen, kommt ins Krankenhaus und steckt andere an - so ist in der Regel der Verlauf eines solchen Ausbruchs.

Krankenhaus verstärkt die Hygiene-Maßnahmen

Das Krankenhaus hat die Hygiene-Maßnahmen laut Ludger Risse verstärkt, lässt zum Beispiel Handläufe häufiger reinigen und desinfizieren. Sonst könne man nicht viel machen, außer abwarten. Risse: „In ein paar Tagen ist das üblicherweise wieder vorbei.“

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