Offene Sprechstunden für Hilfe suchende Eltern sind gefragt

Familiennetz

Man nehme: Vorhandene Angebote, eine städtische Koordinatorin, lagere das ganze aus - fertig ist der Volltreffer. "Wir bekommen sogar Anfragen aus anderen Städten", sagt Bettina Stilter. Sie leitet das Erfolgsprodukt: das Werner Familiennetz.

WERNE

von Von Jörg Heckenkamp

, 28.04.2011, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bettina Stilter (44), Leiterin des Familiennetzes Werne, ist stolz auf das Angebot.

Bettina Stilter (44), Leiterin des Familiennetzes Werne, ist stolz auf das Angebot.

„Ganz wichtig sind hier die ‚offenen Sprechstunden‘,“ sagt Stilter. Also Angebote ohne vorherige Terminvereinbarungen. Wer zu ihr kommt, geht in der Regel nicht mit leeren Händen. So ungefähr haben sich vor einigen Jahren Politiker das offenbar vorgestellt, als sie forderten: Werne muss familienfreundlicher werden. Die Verwaltung entwickelte daraufhin das Konzept des Familiennetzes: eine städtische Koordinierungs-Stelle, die den Bürgern einen schnellen Überblick über die bereits bestehenden Angebote diverser Träger vermittelt. Zum Start des Familiennetzes im August 2009 waren acht Träger, von der Caritas bis zu WIBKE, mit an Bord. Standortvorteil buntes Haus am Fürstenhof: Gemeinsam mit der Jugendhilfe bezog das Netz die renovierte Immobilie. „Hier gibt es für die Hilfesuchenden kaum Hemmschwellen. Ins Stadthaus würden viele vermutlich gar nicht gehen.“

Teils sind die Angebote direkt vor Ort vorhanden, wie Elterncafé oder Schwangerenberatung, teils verweist Stilter auf die externen Möglichkeiten der Partner-Organisationen. Die acht Mitstreiter sind mittlerweile auf zehn angewachsen. Stilter: „Mit der Ehe-, Familien- und Lebensberatung ’Elf‘ sowie den haushaltsnahen Dienstleistungen des Perthes-Services können wir nun auf Angebote verweisen, die unsere Kunden immer wieder nachgefragt haben.“ Möglich, dass sich das Netz auch künftig ändert oder erweitert. Vielleicht um das Thema Senioren. „Unter dem Aspekt ‚Mehrgenerationen-Leben‘ ist das im weitesten Sinne natürlich auch ein Familien-Thema“, so die Leiterin.

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