Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes kontrollieren die 3G-Regel stichprobenartig. Und auch ohne Maske. Das sorgt für Kritik von einigen Bürgerinnen und Bürger. © Andrea Wellerdiek
Sim-Jü in Werne

Ordnungsamt kontrolliert auf Sim-Jü, aber ohne Maske: Das sorgt für Kritik

Für den Besuch auf Sim-Jü in Werne gilt die 3G-Regel. Das Ordnungsamt kontrolliert dies stichprobenartig. Einige Bürger kritisieren, dass die Mitarbeiter dabei keine Maske tragen. So reagiert das Ordnungsamt.

Auf Sim-Jü gilt die 3G-Regel: Wer die Kirmes in Werne besuchen möchte, muss geimpft, genesen oder getestet sein. Das Ordnungsamt kontrolliert dies gemeinsam mit dem BAK Sicherheitsdienst. Die Kontrollen finden dabei stichprobenartig und verstärkt an den Hauptzugängen zu der Kirmes statt. Mehr als 13.000 Kontrollen wurden an den ersten beiden Kirmestagen gezählt, wie Ordnungsdezernent Frank Gründken am Montag (25. Oktober) erklärt. 6500 Kontrollen waren es demnach am Samstag, 6600 am Sonntag.

Die Besucher hätten bis auf wenige Einzelfälle Verständnis gezeigt. „Sie waren sehr aufgeschlossen. Es gab nur einige wenige Personen, die nicht verstanden haben, wieso sie kontrolliert wurden und andere wiederum nicht. Aber so ist das eben bei stichprobenartigen Kontrollen“, erklärt Gründken. Einige Personen wurden dabei ohne Nachweis erwischt. „Man weiß nicht, ob es Unwissenheit war oder sie versucht haben, so drauf zu kommen.“

Man habe diese Besucher zu Teststellen verwiesen. Einige von ihnen hätten sich nach dem Test dann von sich aus wieder bei den Mitarbeitern des Ordnungsamtes für eine Kontrolle gemeldet. Zu den Teststellen begleitet wurden die Personen jedoch nicht. „Das hätten wir personell nicht stemmen können. Wir haben darauf vertraut, dass sie sich testen lassen“, so Gründken. Diejenigen, die ihren Nachweis vorgezeigt hatten, bekamen ein Bändchen. „Das hat sich zu 100 Prozent bewährt. Die Besucher haben die Bändchen dann bei den Schaustellern vorgezeigt und wurden nicht noch einmal kontrolliert“, erzählt Gründken.

Mitarbeiter sollten als Vorbild auf Sim-Jü Maske tragen oder nicht?

Kritik gab es von einigen Bürgerinnen und Bürger hingegen, dass die Mitarbeiter des Ordnungsamtes selbst keine Masken tragen würden. „Ich kann das total nachvollziehen. Es ist ein zweischneidiges Schwert. Man kann sagen, man muss als Vorbild voran gehen. Auf der anderen Seite aber muss man auch sechs Stunden lang die Maske tragen. Da kann es auch Verständnisprobleme geben“, sagt Frank Gründken, der selbst solche Diskussionen mit Bürgern geführt hat.

Für die Mitarbeiter des Ordnungsamtes, die laut Gründken mindestens geimpft und teils zusätzlich getestet sind, galt deshalb wie für jeden Besucher auch: Sie dürfen selbst entscheiden, ob und wann sie eine Maske tragen möchten. Eine allgemeine Maskenpflicht auf dem Kirmesgelände gibt es nicht, seitdem die Landesregierung die Coronaschutzverordnung am 1. Oktober geändert hat. Seitdem entfällt die Maskenpflicht im Freien.

Das Ordnungsamt und der Sicherheitsdienst werden weiter die 3G-Regel auf Sim-Jü kontrollieren. Vom Ordnungsamt sind laut Gründken am Dienstag zehn Personen im Einsatz. Am Samstag und Sonntag waren es knapp 20 Personen, am Montag 15. Der BAK Sicherheitsdienst arbeitet jeweils mit 12 Mitarbeitern pro Tag.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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Andrea Wellerdiek

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