Auf das Land NRW und damit auch auf Werne kommt ein vorzeitiger Lockdown zu. © Elena Mozhvilo/Unsplash
Coronavirus in Werne

Ordnungsamt Werne zum angekündigten harten Lockdown: „Wir stehen bereit“

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet fordert einen härteren Lockdown noch vor Weihnachten und auch über die Feiertage hinweg. Das Ordnungsamt Werne erklärte, es stehe bereit, die Schutzverordnung umzusetzen.

Armin Laschet will einen bundesweiten harten Lockdown noch vor Weihnachten. Dafür hat der NRW-Ministerpräsident am Freitagmittag (11. Dezember) geworben. Ein klares Datum gibt es aber noch nicht (Stand Freitag, 12.19 Uhr). Der Einzelhandel solle „schnellstmöglich schließen“ – bis zum 10. Januar. Ausgenommen werden sollen Geschäfte des täglichen Bedarfs.

Ab Montag soll die Präsenzpflicht in den Schulen aufgehoben werden. Schüler der unteren Stufen können und sollen von diesem Montag an von zu Hause aus am Unterricht teilnehmen, sagte Ministerpräsident Armin Laschet. Ältere Schüler ab Klasse acht würden grundsätzlich auf Distanz unterrichtet. Die Weihnachtsferien will NRW im Januar um weitere zwei Tage verlängern – bis einschließlich 10. Januar. Öffentliche Parties an Silvester sollen verboten werden.

Im öffentlichen und privaten Raum sollen Kontakte schnellstmöglich auf 2 Haushalte und maximal 5 Personen beschränkt werden – auch an Weihnachten und Silvester. Derweil bleibt Städten und Gemeinden nur, auf die neue Coronaschutzverordnung zu warten. Sie ist die Grundlage allen Handels in der Coronakrise auf Städte- und Gemeindeebene – zusammen mit möglichen weiteren Anordnungen der Kreise.

Ordnungsamt Werne: „Sind bereit, in die Umsetzung zu gehen“

Ordnungsdezernent Frank Gründken der Stadt Werne am Freitagvormittag: „Ich rechne damit, dass wir auch nochmal Beschränkungen bekommen werden in NRW und damit auch in Werne. Mehr weiß ich nicht. Wir müssen abwarten, was das Land daraus macht und wo man verschärfen will, ob Kontaktverbote und Beschränkungen im Einzelhandel. Da müssen wir wieder auf die neue Coronaschutzverordnung warten.“

Und weiter: „Wir stehen die ganze Zeit bereit und beobachten das. Sobald wird irgendwas reinkriegen, sind wir bereit, in die Umsetzung zu gehen.“ Wann die neue Schutzverordnung kommt, sei erfahrungsgemäß sehr unterschiedlich, so Gründken: „Wenn es so läuft wie beim letzten Mal, dann warten wir noch eine Woche. Das glaube ich aber in diesem Fall nicht wegen der Brisanz. Ich rechne damit, dass wir am Wochenende etwas kriegen könnten. Es kommt immer darauf an, wie intensiv und wie umfassend man die Schutzverordnung ändern möchte.“

Ordnungsamt erwartet keinen Ansturm auf Geschäfte am Samstag

Bis die neue Verordnung da ist, wird das Ordnungsamt Werne weiter nach den Maßgaben der bestehenden Schutzverordnung verfahren. Auch Frank Gründken habe nach den Vorankündigungen zu Laschets Äußerungen am Freitag die Gefahr gesehen, dass am Samstag noch einmal viele in die Einkaufsstraßen drängen könnten, um letzte Einkäufe vor dem Lockdown zu tätigen. Auch wenn er dieses Szenario für Werne nicht erwarte.

Am Wochenende sei der beauftragte Wachdienst im Einsatz, insbesondere an den neuralgischen Stellen. „Es gab zwei bis drei Jugendlichengruppen, sonst gibt es relativ wenige Auffälligkeiten an den Wochenenden.“ Die Präsenz des Ordnungsamtes in der Stadt am Wochenende sei wegen der geringen Auffälligkeiten nach und nach heruntergefahren worden. Und die Einkaufsstraße in Werne gehöre nicht zu den neuralgischen Punkten, so Gründken. „Die Fußgängerzone ist völlig unauffällig, auch weil die Gastronomie geschlossen hat und nur die Geschäfte geöffnet haben.“

Am Sonntag wird eine weitere Konferenz zwischen Bundeskanzlerin und Ministerpräsidenten stattfinden, bei der über die weiteren Maßnahmen und einen Lockdown beraten wird.

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Gebürtige Münsterländerin, seit April 2018 Redakteurin bei den Ruhr Nachrichten, von 2016 bis 2018 Volontärin bei Lensing Media. Studierte Sprachwissenschaften, Politik und Journalistik an der TU Dortmund und Entwicklungspolitik an der Philipps-Universität Marburg. Zuletzt arbeitete sie beim Online-Magazin Digital Development Debates.
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Eva-Maria Spiller

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