Orkan Niklas behindert Spargelernte in Werne

Zwei Wochen zurückgeworfen

Spargelzeit schon zu Ostern? Der Werner Landwirt Johannes Laurenz hatte jedenfalls die "realistische Hoffnung", schon Anfang April das Gemüse anzubieten. Doch Sturmtief Niklas hat ihm einen mächtigen Strich durch die Rechnung gemacht. Laurenz' Feld wurde gehörig verwüstet.

WERNE

, 02.04.2015, 06:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Orkan Niklas behindert Spargelernte in Werne

Landwirt Johannes Laurenz vor sturmgeschädigten Feld Orkan Niklas Schaden 2500 Euro lt. Laurenz Foto Kindel

Eigentlich erntet man Spargel erst gegen Pfingsten - inzwischen ist die Technik aber so modernisiert, dass das Gemüse im vergangenen Jahr nach dem Jahrhundert-März schon sehr früh auf den Tisch kam.

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Im Jahr davor (2013) sei die Ernte für Johannes Laurenz "katastrophal spät" gewesen. Jetzt steht er wieder vor einem Problem, vor einer Verwüstung im Feld: Der Sturm hat die Schutzfolien losgerissen. Jetzt sind die Spargeldämme ungeschützt und auch nicht so schnell zu reparieren, weil man bei dem weiterhin starken Wind kaum voran kommt. Zwei Wochen sieht Laurenz sich in der Produktion zurückgeworfen.

Mitbewerber hat mehr Glück

Mehr Glück gehabt hat sein Wettbewerber Thorsten Bleckmann. Nur rund fünf Kilometer entfernt gibt es bei ihm kaum Schäden. Für ihn herrscht dieser Tage normales Aprilwetter: "Wir brauchen jetzt nur Sonnenschein", sagt er.

Dann könne man in 14 Tagen mit der Ernte beginnen. Und Bernhard Rüb, Pressesprecher der Landwirtschaftskammer NRW pflichtet ihm bei, die Experten hätten von keinen ernsten Schäden im Land berichtet. Nachtfrost etwa mache dem Spargel nichts aus - man müsse sich nicht um das Lieblingsgericht fürchten.

Spargel wohl zehn Prozent teurer

Johannes Laurenz möchte sich ungern gedulden, doch wenn das Wetter besser wird, so sagt er, werde die Saison trotzdem "immer noch anständig". Nur der neue gesetzliche Mindestlohn ärgert ihn. Er vermutet, dass der Spargel dadurch wohl in diesem Frühjahr zehn Prozent teurer würde: "Spargel wächst halt sieben Tage die Woche. Nicht fünf, wie Frau Nahles denkt", sagt er in Richtung der Bundesarbeitsministerin. Der Sturm koste ihn jetzt zusätzlich 2500 Euro inklusive Arbeitskosten: "Und ich hab' die Leute dann hinterher im Laden, die sagen, der Spargel sei zu teuer."

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