Ovelgönne soll für LKW unattraktiv werden

Anwohnerbeschwerden

Breite Unterstützung für die Anlieger der Ovelgönne: Einstimmig hat sich der Ausschuss für Stadtentwicklung und -planung hinter ihre Forderung nach einem LKW-Verbot gestellt. Eine Mehrheit sprach sich auch für Tempo 30 aus. Ob und wann die geforderten Schilder aufgestellt werden, ist aber offen geblieben.

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von Von Sylvia Lüttich-Gür

, 04.10.2013, 18:57 Uhr / Lesedauer: 1 min

Für Tempo 30 sei die Straße viel zu gut ausgebaut. Autofahrern sei nicht zu vermitteln, warum sie auf einer derart breiten Straße langsam fahren sollten, sagte Bensch. Die Folgen: Zuwiderhandlung und Schleichverkehr durch kleinere Straßen. „Das lässt sich zurzeit auf der Münsterstraße in Lünen beobachten.“ Ein LKW-Verbot hielt Bensch zwar für machbar, aber wirkungslos: „Anliegerverkehr müssen wir zulassen“, sagte er. Dadurch würde „eine Kontrolle unmöglich“. Dennoch sei es besser, LKW-Verbotsschilder aufzustellen als nichts zu tun, hielten die Politiker dagegen. Darauf zu warten, bis sich die Fahrer an die neue Umgehungsstraße gewöhnt hätten und von selbst auf die Idee kämen, die Ovelgönne zu meiden, „kann es doch nicht sein“, machte Adelheid Hauschopp-Francke (SPD) klar. Egal, ob es sich um Durchgangsverkehr handele („nur noch die Ausnahme“, so Bensch) oder um Lieferverkehr („der Regelfall“): „Wir müssen die Durchfahrt für LKW unattraktiv machen“, so SPD-Fraktionschef Lars Hübchen. Sonst hätte sich der lange Kampf für die Umgehungsstraße nicht gelohnt. Michael Zurhorst (CDU) ging einen Schritt weiter: Nicht nur die Stadtverwaltung solle sich für ein LKW-Verbot einsetzen. „In der nächsten Sitzung möchten wir eine verbindliche Aussage“, was der Landesbetrieb gedenke, für die Anlieger der Ovelgönne zu tun: gegen Lärm und vibrierende Tassen.

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