Paten sollen Werner Familien im Alltag helfen

Neues Projekt

Die Aktion "Wellcome" kümmert sich um junge Familien mit Babys, das Mentoring-Angebot richtet sich an Familien mit älteren Kindern - aber was gibt es in Werne für Beratungsangebote dazwischen? Diese Lücke soll ein neues Projekt schließen: die Familienpaten.

WERNE

, 04.07.2016, 18:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Koordination Rita Benning-Schüttpelz (v. l.), kommissarischer Jugendamtsleiter Markus Neve und Bettina Stilter vom Familiennetz treiben das neue Projekt Familienpaten voran.

Koordination Rita Benning-Schüttpelz (v. l.), kommissarischer Jugendamtsleiter Markus Neve und Bettina Stilter vom Familiennetz treiben das neue Projekt Familienpaten voran.

Die seit drei Jahren laufende Aktion "Wellcome" bietet jungen Familien mit Kindern bis zu einem Jahr Unterstützung durch Ehrenamtliche an. Die Mentoren begleiten dagegen ältere Kinder bis zu etwa 14 oder 15 Jahren. Aber was existiert dazwischen?

„Genau das haben unsere Wellcome-Familien auch gefragt“, sagt Bettina Stilter vom Familiennetz am Fürstenhof. Was kommt danach, wenn das Baby das erste Lebensjahr erreicht hat?

Wer sind diese Paten und was tun sie?

„Da kommen jetzt die Familienpaten“, sagt Rita Benning-Schüttpelz vom Jugendamt. Sie ist als Koordinatorin für das Neu-Projekt tätig und erklärt das Grundprinzip: Familien mit Bedarf an Unterstützung können sich beim Familiennetz als zentrale Anlaufstelle melden. Das Netz vermittelt ihnen dann einen passenden Ehrenamtlichen, der sich in der Regel ein- bis zweimal wöchentlich für maximal vier Stunden in der Familie engagiert.

„Das können ganz unterschiedliche Hilfen sein“, sagt Benning-Schüttpelz. Von der reinen Kinderbetreuung über handwerkliche Hilfen bis zum Fahrdienst zum Sport etwa.

„Wichtig ist uns, dass die Paten entsprechend geschult sind“, sagt Bettina Stilter. Daher folgt auf den Infoabendeine mehrteilige Qualifizierung.

Bedarf ist in Werne vorhanden

Beim Projekt fließt kein Geld. Die Ehrenamtlichen arbeiten ohne Aufwandsentschädigung, die Familien müssen keinen Beitrag für die Unterstützung leisten. Dennoch verschlingt das Projekt Verwaltungs- und Personalkosten. Aus dem Landes-Topf Frühe Hilfen sowie aus dem Etat des Jugendamtes „sind ungefähr 8500 Euro für zwölf Monate vorgesehen“, sagt der kommissarische Jugendamtsleiter Markus Neve.

Der Bedarf für dieses Projekt ist da, davon ist Bettina Stilter überzeugt: „Wir wissen schon von fünf Familien, die Interesse angemeldet haben.“ Weitere Interessenten könnten sich jederzeit im Familiennetz melden.  

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