Rätselhafte Bautätigkeit auf Eckgrundstück am Baaken

mlzBauen in Werne

Auf einem Eckgrundstück am Baaken stecken Vermessungsstäbe. Schotter ist verteilt, ein Bagger ist zu sehen. Über das, was hier gebaut wird, darüber herrscht Unklarheit.

Werne

, 18.05.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schotter, Vermessungsstäbe und der Bagger belegen deutlich: Auf diesem Eck-Grundstück an den Straßen Baaken/Heitkamp tut sich etwas. Das Areal ist planiert und schon zum großen Teil mit Schotter abgedeckt. Aber was tut sich da, das ist die große Frage.

Ein Bauschild hängt dort nicht. Ein Anruf beim Bauordnungsamt bringt auch keine letztendliche Klarheit. „Wir hatten mal eine Anfrage, ob dort ein Einfamilienhaus gebaut werden könnte“, sagt auf Anfrage Petra Göbel vom Bauordnungsamt der Stadt. Da der Bebauungsplan dort aber eine reines Gewerbegebiet ausweise, sei der Neubau von Wohnbebauung nicht möglich. Bereits dort stehende Wohnhäuser genössen Bestandsschutz.

Messstäbe und eine Schotterdecke zeigen - hier tut sich was.

Messstäbe und eine Schotterdecke zeigen - hier tut sich was. © Jörg Heckenkamp

Der Eckgrundstück liegt gegenüber dem ehemaligen Steinweg- und heute von Böcker und der Firma Satis&Fy genutzten Hallen. Es ist knappe 1000 Quadratmeter groß. Was soll dort entstehen? „Ein Bauantrag liegt uns nicht vor“, sagt Petra Göbel.

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Sie weiß aber, dass sich der Grundeigentümer bei der Stadt nach Bebauungs-Möglichkeiten erkundigt habe. Da wären verschiedene Sachen denkbar. Vom Zaun bis zur Industriehalle. Meist müssen die Bauherren einen Bauantrag einreichen. „Doch es gibt auch Vorhaben, bei denen kein Antrag nötig ist“, sagt die Stadtbedienstete.

Eine Garage geht ohne Genehmigung

Sie führt ein Beispiel an: So sei in einem solchen Gewerbegebiet der Bau einer Garage „von bis zu 30 Quadratmetern genehmigungsfrei“. Plane der Eigentümer aber zwei Garagen, die sich berührten und insgesamt größer als 30 Quadratmeter sind, „braucht man eine Genehmigung“. Da kein Bauantrag vorliege, könne sie zu den genauen Plänen auf dem Areal im Moment nichts sagen.

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Aber offensichtlich geht das Vorhaben in die Richtung Garage oder Halle. Das wusste zumindest ein Arbeiter zu berichten, der auf dem Nachbargrundstück tätig war. Wie groß und in welcher Form, konnte er nicht sagen. Jedenfalls bietet die Größe der Parzelle deutlich mehr Platz, als nur eine einzelne Garage dort drauf zu setzen.

Eigentümer hat sich von der Stadt beraten lassen

Dass der Eigentümer auf eigene Faust und ohne Genehmigung dort etwas errichten könnte, scheint hingegen unwahrscheinlich. Ansonsten hätte er sich wohl kaum an die Stadt gewandt, um sich beraten zu lassen, welche Möglichkeiten er hat.

Übrigens beobachtet Petra Göbel genau das im Moment: nämlich Nachfragen und Beratungen seitens des Bauordnungsamtes. „Durch die Corona-Krise sind viele Menschen häufiger zu Hause und überlegen sich, was sie mit ihrem Grundstück alles anstellen können.“

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