Realschüler machen zwei Tage Europa-Politik

Planspiel

Zwei Tage lang verwandelte sich die Konrad-Adenauer-Realschule am Fürstenhof in das Europa-Viertel von Brüssel: Insgesamt 100 Schüler der neunten Klassen nahmen an einem Planspiel teil, dessen Inhalt schnell Realität werden könnte.

WERNE

von Von Daniel Claeßen

, 22.03.2011, 15:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Delegationen von Serbien und Montenegro hoffen auf ein positives Signal aus dem EU-Parlament.

Die Delegationen von Serbien und Montenegro hoffen auf ein positives Signal aus dem EU-Parlament.

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Planspiel an der Realschule

Es dauert Jahre, bis ein neuer Staat Mitglied der EU werden darf. In der Realschule wurde der Prozess im Rahmen eines Planspiels auf zwei Tage verkürzt.
22.03.2011
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Prüfen Beitritts-Anträge auf Herz und Nieren: Die Mitglieder der EU Kommission (v.l.) Melissa Thiemann, Svenja Benzenhöfer und Helena Löffler.© Foto: Daniel Claeßen
Redaktionskonferenz beim "EU-Journal": Chefredakteurin Melina Harhoff alias Lena Keduna (r.) hat Spaß an ihrer Arbeit.© Foto: Daniel Claeßen
Abstimmung im EU-Rat - die Abgeordneten müssen über die Beitrittsgesuche von fünf Ländern entscheiden.© Foto: Daniel Claeßen
Das EU-Parlament nimmt die Delegation aus Albanien ins Verhör.© Foto: Daniel Claeßen
Die Delegationen von Serbien und Montenegro hoffen auf ein positives Signal aus dem EU-Parlament.© Foto: Daniel Claeßen
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Serbien, Albanien, Montenegro, Mazedonien und Kroatien bewerben sich im Planspiel „Fokus Balkan“ um eine Mitgliedschaft in der EU. Zumindest bei letzteren Drei ist dies auch in der Realität der Fall. Die Schüler spielen nun an zwei Tagen jene Prozesse durch, die sonst bis zu zehn Jahre oder länger dauern können. „Da merken einige, dass Politik durchaus anstrengend sein kann“, sagt Organisator Holger Arndt, der gemeinsam mit Kollegin Marlene Küster im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung das Planspiel in Werne organisiert. Aufgeteilt in zwei Gruppen zu je 50 Schülern schlüpfen die Mädchen und Jungen in verschiedene Rollen - EU-Ratsmitglieder, Delegierte, Kommissare oder Presse.

Die Abordnungen der Beitrittskandidaten müssen Parlament und Kommission überzeugen, dass ihr Beitritt sinnvoll ist - und eine entsprechende Empfehlung an den EU-Rat erwirken. „Es geht darum, Bewusstsein für europäische Themen und die EU zu schaffen“, erklärt Marlene Küster. „Der Wert dieser Informationen darf nicht unterschätzt werden. Schließlich ist der EU-Bezug im Alltag eines 14-Jährigen noch nicht allzu groß.“

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