Weil die Anzahl der Schnelltests in den Testzentren in Werne ruckläufig ist, passen die Verantwortlichen die Öffnungszeiten und Angebote an. © Jörg Heckenkamp (A)
Corona-Schnelltestzentren in Werne

Reduzierte Öffnungszeiten: Schnelltestzentren in Werne passen Angebote an

Seit 3,5 Monaten im Betrieb, nun wird das Angebot wieder eingeschränkt: Die Schnelltestzahlen in Werne gehen zurück. Das ist für einige Stationen in Werne Anlass, die Testzeiten zu reduzieren. Ein Überblick.

Weil die Nachfrage nach Corona-Schnelltests abebbt, schränken einige Testzentren ihren Betrieb ein. Die Testzentren reagieren unterschiedlich auf die sinkenden Testzahlen. Ein Überblick.

Die Stadt, die das Testzentrum Am Hagen (Solebad-Parkplatz) betreibt, schließt zum 1. Juli ihren Drive-In-Schalter. Walk-In-Termine sind aber nach wie vor möglich.

Auch der Palliativdienst Constanze Jakubke am Schwanenplatz hat seine Öffnungszeiten der Station eingeschränkt: Ab dem 1. Juli sind diese wie folgt: Mo-Do 8-12 Uhr und 15-18 Uhr, Fr 8-12 Uhr und 15-19 Uhr, Sa 8-18 Uhr und So 10-18 Uhr. Nur am 2. Juli zum Beginn der Sommerferien hat das Zentrum zusätzlich von 8 bis 19 Uhr geöffnet.

Das Schnelltestzentrum am McDonald’s (Nordlippestraße 52) der Akademie für Notfallmedizin in Hamm plant vorerst nicht, die Öffnungszeiten zu reduzieren, auch wenn die Akademie rund 20 Prozent weniger Testungen verzeichne, wie Schulleiter Jan Leifkes auf Nachfrage mitteilte.

Am Testzentrum in Stockum (Graf-von-Westerholt-Straße 1) werden die Öffnungszeiten noch nicht eingeschränkt. Es könnte aber sein, so der Betreiber Jürgen Moldenhauer, dass sich das bald ändern könnte. Er wolle den Ferienbeginn abwarten und dann schauen, wie hoch die Nachfrage nach Schnelltests in seinem Testzentrum sei. Dann könnte es sein, dass man samstagsnachmittags oder montags die Öffnungszeiten anpasst. „Wenn drei Tage keiner kommt, dann schließen wir“, sagt Moldenhauer.

Vor allem das Wetter habe zuletzt eine Rolle bei dem Aufkommen im Testzentrum gesorgt. „Sobald das Wetter gut ist und die Bürger schwimmen gehen wollen und dafür einen Test brauchen, kommen sie zu uns.“ Die Möglichkeit, PCR-Tests hier durchführen zu lassen, nehmen mittlerweile deutlich weniger Menschen wahr.

Während die Nachfrage Ende Mai und Anfang Juni sehr hoch gewesen sei, sind es mittlerweile nur noch wenige, erzählt Moldenhauer. Das lege daran, dass man etwa für die Einreise an beliebten Zielen wie Spanien oder die Türkei keinen PCR-Tests mehr benötigt. Das Testzentrum bleibt zunächst weiter montags bis samstags von 8 bis 18 Uhr und sonntags von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

Einen „Teststopp“ müsste das Land NRW anordnen

Das Schnelltestzentrum am Fitness-Studio Feel Fit (Fürstenhof 72) verzeichnet ebenso deutliche Rückgänge bei den Tests. Waren es anfangs noch 100 bis 300 Tests täglich, sind es nun 80 bis 120 Tests, wie Frank Langer, Inhaber des Fitness-Studios und Betreiber des Schnelltestzentrums, berichtet. Diese Entwicklung habe man dann gespürt, als die Tests für den Besuch in der Gastronomie oder Fitness-Studio nicht mehr nötig waren.

Das Testzentrum habe man vor allem dafür errichtet, dass die Kunden vor dem Training im Studio einen Test machen können. Auch wenn dies aktuell nicht mehr nötig sei und sich das Testzentrum wirtschaftlich aufgrund der sinkenden Zahlen und der geringeren Rückerstattung der Kosten vom Bund nicht rentiert, wolle man zunächst an dem Angebot festhalten, erklärt Frank Langer. „Wir sehen das als Service für unsere Kunden und als soziale Verantwortung, die wir haben.“ So bleibt es bei den Öffnungszeiten von montags bis donnerstags (8-10 Uhr, 17-19 Uhr), freitags (8-10 Uhr, 16-20 Uhr) und samstags (9-12 Uhr).

Auf die Frage, ob es irgendwann einen „Teststopp“ im Kreis Unna geben wird, heißt es aus der Kreispressestelle: „Das ist eine Frage, die an das Land zu richten ist. Regelungen rund um Bürgertestungen sind unter anderem in der Coronavirus-Testverordnung und der Coronateststrukturverordnung getroffen“, so Birgit Kalle.

Für den Juli haben sich laut Kreis von den rund 160 Testzentren bereits 6 als „ruhend“ gemeldet, 4 haben sich komplett abgemeldet. Eine solche Meldung muss laut Kalle an den Kreis und die KVWL (Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe) erfolgen. Auch wenn die Teststellen ihre Angebote verringern: Klar ist, dass sie ein Mindestmaß von 20 Stunden anbieten müssen. „Dabei sind auch Nachmittags- und Wochenendöffnungszeiten anzubieten“, heißt es in der Testverordnung.

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Gebürtige Münsterländerin, seit April 2018 Redakteurin bei den Ruhr Nachrichten, von 2016 bis 2018 Volontärin bei Lensing Media. Studierte Sprachwissenschaften, Politik und Journalistik an der TU Dortmund und Entwicklungspolitik an der Philipps-Universität Marburg. Zuletzt arbeitete sie beim Online-Magazin Digital Development Debates.
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Eva-Maria Spiller
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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