Rettungsdienst in Werne: Neue Herausforderungen

Übersicht der Einsätze 2014

„Keine Dienststelle der Stadt hat sich in den vergangenen 20 Jahren derart rasant verändert.“ So kommentierte Bürgermeister Lothar Christ die Entwicklung des Rettungsdienstes in Werne. Und die nächste große Herausforderung wartet bereits. Wir zeigen, wie sich die Einsätze 2013 und 2014 verteilten.

WERNE

, 27.03.2015, 15:09 Uhr / Lesedauer: 2 min

Hartmut Kröger, Leiter des Rettungsdienstes, hatte seine Mitarbeiter auf der Wache neben dem Stadthaus zum Frühstück eingeladen, um gemeinsam die Bilanz des vergangenen Einsatzjahres zu ziehen. Sein Fazit: „Es gibt keine wesentlichen Veränderungen zum Jahr 2013.“ 5288 Mal rückten die Werner Rettungskräfte aus, die drei Fahrzeuge legten dabei rund 114.000 Kilometer zurück. 2013 waren es 5273 Einsätze und rund 117.000 Kilometer gewesen.

Diese Konstanz in den Einsatzzahlen steht im Gegensatz zu den Veränderungen, die der Rettungsdienst selbst durchgemacht hat: „Die schon etwas länger dabei sind erinnern sich vielleicht an die beengten Räume in der Feuerwache“, sagte Bürgermeister Lothar Christ, der als Ehrengast am Frühstück teilnahm.

Damit sprach er gleich zwei positive Entwicklungen an: Zum einen ist der Rettungsdienst vor fünf Jahren in die eigene Wache gleich neben dem Stadthaus gezogen, zum anderen wurde das Personal mit frischen Kräften aufgestockt. „2001 waren wir noch 13 Mitarbeiter, mittlerweile haben 19,5 Stellen“, so das Stadtoberhaupt.

Rettungssanitäter müssen Medikamente geben

Diese 19,5 Stellen sind mit hauptamtlichen Rettungsassistenten besetzt. Das wird nicht so bleiben: „Der Landtag hat ein Gesetz verabschiedet, wonach sich jeder zum Notfallsanitäter weiterbilden muss“, erläutert Kröger. Der Hauptunterschied dabei: „Wir sind künftig verpflichtet, Medikamente zu verabreichen oder invasive Maßnahmen zu ergreifen.“

Bisher konnten die Assistenten von Fall zu Fall entscheiden, ob Medikamente notwendig sind oder nicht. „Aus dem ,Können‘ wird nun ein ,Müssen‘. Das ist natürlich mit einer Aus- oder Fortbildung verbunden, deren Katalog nicht gerade dünn ist“, weiß Kröger.

Finanziert wird diese verpflichtende Fortbildung durch die Krankenkassen. „Sonst wäre das auch gar nicht machbar“, sagt der Rettungsdienstleiter. Auch sonst muss sich der Werner Rettungsdienst an die Standards anpassen – was mitunter ein neues Notarzteinsatzfahrzeug für rund 90.000 Euro bedeutet.

„Natürlich kostet das viel Geld, aber in diesem Fall machen die Standards Sinn“, sagt Lothar Christ. „Der Rettungsdienst ist für die Werner Bürger immanent wichtig. Und sie können sich auf diesen Dienst verlassen, weil seine Mitarbeiter ihre Arbeit gut machen und richtig gut ausgebildet sind.“

 

 

 

 

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