Revierderby und Phantom-Sim-Jü-Wochenende: Mehrere Gastronomen beachten Sperrstunde nicht

mlzSim-Jü-Wochenende

Aufgrund des Revierderbys und der eigentlich geplanten, aber letztlich geplatzten Sim-Jü-Kirmes kontrollierte das Ordnungsamt in Werne am Wochenende verstärkt in der Innenstadt - und stellte mehrere Verstöße fest.

Werne

, 25.10.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Trotz abgesagter Sim-Jü-Kirmes und des Alternativ-Events der „Mini-Sim-Jü“ hatte das Ordnungsamt der Stadt Werne im Vorfeld des Wochenendes verstärkte Kontrollen in der Innenstadt angekündigt. Der Grund: Die Sorge, es könnten sich - der Tradition wegen - dennoch (zu) viele Menschen treffen. Angefangen beim Kegelclub bis hin zur Sim-Jü-Stammtisch-Runde in der Kneipe. Hinzu kam das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und dem Schalke 04 am Samstag. Kaum verwunderlich, dass vor allem die Kneipen im Fokus von Ordnungsamt, Polizei und Sicherheitsdienst BAK standen.

Und von denen fielen am Freitag (23. Oktober) durchaus einige negativ auf, wie Kordula Mertens, Leiterin des Ordnungsamtes der Stadt, auf Anfrage unserer Redaktion am Sonntag (25. Oktober) erklärt. Denn an die Sperrstunde zwischen 23 Uhr abends und 6 Uhr morgens hielten sich nicht alle Gastronomen. Fünf Betriebe hätten nach 23 Uhr noch nicht geschlossen gehabt, so Mertens. In einem davon habe sogar noch „Vollbetrieb“ geherrscht.

Fünf Gastronomen verstoßen gegen Sperrstundenregelung

Man habe die Betreiber dann gemeinsam mit der Polizei darauf hingewiesen, dass dies vor dem Hintergrund der aktuellen Verordnung nicht erlaubt ist. Doch bei einer bloßen Ermahnung könnte es trotz Einsicht der Gastronomen nicht bleiben. „Es wird jetzt noch einmal Anhörungen geben und dann werden wir gegebenenfalls auch Bußgelder zwischen 500 und 1000 Euro aussprechen“, sagt Mertens. Das hänge auch vom Ausmaß des Verstoßes ab. Wer um kurz nach 23 Uhr lediglich noch einen Gast gehabt hätte, der quasi gerade dabei war, zu bezahlen, komme voraussichtlich glimpflicher davon.

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Immerhin der Samstag verlief dann weitgehend unauffällig. Im Gegensatz zum Vortag hätten sich alle Gastronomen an die Sperrstunde gehalten. Auch hinsichtlich der Sicherheitsmaßnahmen rundum Abstandsregelung, Reservierungen und Gästelisten hätten sich alle vorbildlich verhalten „Wahrscheinlich haben aber auch viele Leute das Derby lieber im kleinen Kreis zuhause geguckt“, vermutet die Leiterin des Ordnungsamtes.

Weitere Kontrollen für die nächsten Tage angekündigt

Nicht ganz so klein - aber laut Verordnung noch zulässig - fiel hingegen eine private Feier am Samstagabend aus. Das Ordnungsamt war dabei dem Hinweis eines Anwohners nachgegangen. „Bei privaten Feiern dürfen wir nicht einschreiten - es sei denn, es wird beispielsweise eine Lärmbelästigung gemeldet“, erklärt Mertens. Man habe daher an der Haustür geklingelt und die Gesellschaft auf die Beschwerde hingewiesen: „Das war dann auch in Ordnung. Sie haben Verständnis gezeigt.“

Grundsätzlich appelliert die Ordnungsamtsleiterin allerdings nochmals an die Bevölkerung, private Feiern möglichst zu unterlassen, um sich selbst und andere vor einer Infektion zu schützen. Die Mitarbeiter des Ordnungsamts werden auch in den kommenden Tagen verstärkt in der Stadt kontrollieren - insbesondere mit Bezug auf die Einhaltung der Maskenpflicht, wie Mertens betont. Auch die Bushaltestellen werde man dabei besonders im Blick haben. Genauso wie weitere markante Punkte am Dienstag, etwa rund ums Jugendzentrum Juwel. Denn die Absage von Sim-Jü und Mini-Sim-Jü ändert nichts daran, dass die weiterführenden Schulen am Dienstag frei haben.

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