Rochuskapelle an Lünener Straße in Werne könnte bald wieder nutzbar sein

Kirchensanierung

Die Probleme in der immer noch geschlossenen Rochuskapelle an der Lünener Straße in Werne sind vielseitig: Schimmel, Kälte, Feuchtigkeit und womöglich eine teure Sanierung. Dennoch gibt es Hoffnung.

Werne

, 28.05.2020, 12:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Rochuskapelle an der Lünener Straße in Werne bleibt weiter geschlossen - aber es gibt Hoffnung.

Die Rochuskapelle an der Lünener Straße in Werne bleibt weiter geschlossen - aber es gibt Hoffnung. © Klinkhammer (Archiv)

Nach wie vor ist die Rochuskapelle an der Lünener Straße (B54) geschlossen. Das hat allerdings nichts mit Corona zu tun, sondern mit dem Schimmelbefall, den die Stadt im vergangenen Jahr dort entdeckte. Zuvor hatte die Martinsgesellschaft Lenklar-Brederode, die seit Langem eine Patenschaft für den Sakralbau aus dem Jahr 1885 hat, die Stadt als Eigentümerin des Gotteshauses kontaktiert, weil mehrere Besucher der Messen über Atembeschwerden geklagt hatten.

Dass es in der Kapelle Probleme hinsichtlich Feuchtigkeit und Kälte gab, wusste die Stadt zu diesem Zeitpunkt bereits. Dass sich unter dem vor gut 25 Jahren verlegten PVC-Boden ein großflächiger Schimmelbefall verbirgt, stellte sich erst in der Folge heraus. Eine Probenentnahme im Januar ergab, dass es sich um eine „günstige“ Schimmelbelastung handelte - also weder besonders toll noch besonders tragisch. Dennoch musste die Kapelle fürs Erste geschlossen bleiben.

Weiter Probleme mit Feuchtigkeit und Kälte

Nun ist man auf Seiten der Stadt in Sachen Problemlösung zumindest schon mal einen kleinen Schritt weiter, wie Frank Adamietz, Leiter des Kommunalbetriebs Werne, auf Anfrage unserer Redaktion erklärte. Nachdem der PVC-Boden komplett entfernt wurde, steht in der kommenden Woche eine weitere Schadstoffuntersuchung an. Dabei werde die Raumluft getestet.

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„Und das Problem mit der Feuchtigkeit gibt es ja nach wie vor. Wir müssen jetzt erst einmal schauen, wo genau sie herkommt“, so Adamietz. Vielleicht dringe das Wasser aus dem Boden in die Kirche ein, vielleicht aber auch durch die Wände: „Erst, wenn wir das wissen, können wir eine denkmalgerechte Sanierung anvisieren“.

Stadt wäre auf Geld aus Fördertöpfen angewiesen

Inwiefern eine solche Sanierung letztlich möglich ist, wie umfangreich die Maßnahmen aussehen könnten, wann sie starten und wie teuer sie wären, stehe noch nicht fest. Man wäre voraussichtlich jedoch auf Geld aus Fördertöpfen angewiesen, so Adamietz.

Zuletzt hatte die Stadt unter anderem überlegt, den freigelegten Fußboden, der noch aus der Bauzeit des Gotteshauses stammt, aufzubereiten. Dieser passe schließlich wesentlich besser zum Gesamterscheinungsbild der Kapelle, hieß es. Aufgeben wollte man die Kapelle bislang jedenfalls nicht. Möglich wäre laut Adamietz sogar, dass sie auch ohne Sanierung vorübergehend wieder geöffnet wird - zumindest für eine Art „provisorische Nutzung“.

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