Beliebtes Büdchen in Werne: Sema und Nihat Irmak hoffen, dass sie für den Kiosk Samba-Bude einen neuen Standort finden. Die Gespräche dafür laufen bereits. © Andrea Wellerdiek
Kiosk in Werne

Samba-Bude in Werne steht vor dem Aus: Ist Lösung für neuen Standort in Sicht?

Nach mehr als 60 Jahren an der Horster Straße soll bald Schluss sein für die Samba-Bude. Doch nun gibt es erste Hoffnung auf den Weiterbetrieb des beliebten und traditionsreichen Kiosks - an neuer Stelle.

Die Samba-Bude steht vor dem Aus: Das, was sich an der Horster Straße in Werne schon seit Wochen rumgesprochen hat, war für viele andere Werner eine Überraschung. Schließlich haben sie hier teils seit Kindheitstagen schon ihre Süßigkeiten gekauft. Seit mehr als 60 Jahren steht der Kiosk mit dem lustigen Namen schon an der Horster Straße. Doch damit ist bald Schluss. Denn der Pachtvertrag mit den Betreibern, dem Ehepaar Irmak, wurde nicht verlängert.

Ende des Jahres also könnte das Aus für die Samba-Bude besiegelt sein. Es sei denn, Nihat und Sema Irmak finden zuvor einen neuen Standort für den beliebten Kiosk, der sich seit Jahren in einem Container befindet.

Gespräche für neuen Standort der Samba-Bude laufen

Und dafür laufen die Gespräche nun weiter. In der kommenden Woche, so Nihat Irmak, habe er einen Termin bei einem Immobilienmakler. Er hofft, dass der Experte ihm einen Vorschlag für einen neuen Standort für den Kiosk machen kann. Dieser soll nach Vorstellungen von Nihat Irmak eine Größe von etwa 50 bis 60 Quadratmetern haben – und möglichst an der Horster Straße oder zumindest in der Nähe liegen. Schließlich war die Samba-Bude immer hier beheimatet – anfangs noch als Baracke.

Die Samba-Bude ist an der Horster Straße seit mehr als 60 Jahren beheimatet.
Die Samba-Bude ist an der Horster Straße seit mehr als 60 Jahren beheimatet. © Andrea Wellerdiek © Andrea Wellerdiek

„Ich kümmere mich jetzt selbst um einen neuen Standort“, sagt Irmak. Er und seine Frau Sema hatten gehofft, dass sie einen Tipp für eine neue Stellfläche von ihren Kunden bekommen könnten. 300 von ihnen hatten mit ihrer Unterschrift ein Zeichen für den Verbleib der Samba-Bude an seinem ursprünglichen Platz ausgesprochen. „Alle finden es auch traurig, dass es hier nicht weitergeht. Eine Idee für einen neuen Stellplatz hat aber leider auch niemand gehabt“, erzählt Nihat Irmak.

Zuvor hatte er auch mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Werne Kontakt aufgenommen. Dort hatte man dem Ehepaar Irmak Unterstützung versprochen. „Wenn wir helfen können, dann tun wir das. Wir versuchen, dass wir etwas im Umkreis finden können“, erklärte Philipp Cramer aus der Wirtschaftsförderung.

Die Eigentümerin der Fläche selbst wollte sich auf Anfrage der Redaktion nicht dazu äußern, wieso der Pachtvertrag für den Kiosk nicht über Dezember 2021 verlängert wird. Ein Bauantrag für die Fläche jedenfalls ist noch nicht bei der Stadtverwaltung eingereicht worden, erklärte Raimund Fischer aus der Abteilung Bauordnung der Stadt Werne. Das Ehepaar Irmak betreibt den Kiosk Samba-Bude seit vier Jahren und öffnet ihn täglich von 7 bis 22 Uhr und samstags und sonntags von 8 bis 22 Uhr.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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Andrea Wellerdiek

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