Sauna in Flammen: Feuerwehr sucht zwei Hunde im brennenden Haus

mlzDramatischer Feuerwehr-Einsatz

Heimsauna brennt: Die Feuerwehr Werne rückte zu einem Brand in einem Keller eines Einfamilienhauses in der Körnerstraße aus. Die Bewohner waren in Sicherheit. Zwei Hunden drohte Gefahr.

Werne

, 15.10.2019, 19:46 Uhr / Lesedauer: 3 min

Zu einem Brand im Keller eines Einfamilienhauses an der Körnerstraße wurde die Feuerwehr Werne am Dienstagabend, 15. Oktober, gerufen. Dort war gegen 18.30 Uhr ein Brand in einer Heimsauna entstanden.

Zunächst hatten die Bewohner versucht, das Feuer in den Griff zu bekommen. Als der Versuch scheiterte, riefen sie die Feuerwehr. Die Bewohner konnten sich laut Wehrführer Thomas Temmann selbst in Sicherheit bringen. Allerdings wurde beim Eintreffen der Wehr noch zwei Hunde vermisst.

Sauna in Flammen: Feuerwehr sucht zwei Hunde im brennenden Haus

Der Notarzt und der Rettungsdienst aus Werne waren zum Schutz der Einsatzkräfte im Einsatz. Die Bewohner blieben unverletzt, ebenso zwei Hunde, die die Feuerwehr rettete. © Freiwillige Feuerwehr Werne

Sofort drangen drei Trupps mit schwerem Atemschutz in das verrauchte Gebäude, um die Tiere zu retten. Das gelang schließlich.

„Es ist nicht leicht, einen Brand in einem Keller zu löschen. Das ist immer kritisch, weil man dort nicht wie im Erdgeschoss oder Obergeschoss viele Fenster öffnen kann. Deshalb können im Keller der Rauch und die Wärme schlechter abziehen“, erklärt Temmann am Abend auf Anfrage der Redaktion. Der Keller sei stark verraucht. Deshalb arbeiten die Einsatzkräfte mit Atemschutzmasken, die teilweise aus Unna angeliefert wurden.

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Hier der Originalbericht der Feuerwehr zu dem Einsatz:

Viel Arbeit bescherte der Einsatz am Dienstag, 15. Oktober 2019, um 18:48 Uhr. Mit dem Stichwort „Feuer_3: Brennt Sauna im Keller“ in der Körnerstraße wurde zunächst Vollalarm für den Löschzug Stadtmitte gegeben. Dort war aus unbekannter Ursache die Heimsauna in einem Kellerraum in Brand geraten und stand bereits bei Eintreffen der Feuerwehr im Vollbrand.

Sauna in Flammen: Feuerwehr sucht zwei Hunde im brennenden Haus

Der Einsatz lief bei strömendem Regen ab. © Freiwillige Feuerwehr Werne

Die Erkundung der ersteintreffenden Kräfte führte kurzfristig zur Nachalarmierung des Löschzug Stockum, da bereits die gesamte Umgebung stark verraucht war. Alle Bewohner konnten sich bereits retten, aber zwei Hunde waren noch im Gebäude.

Sofort wurden drei Trupps mit schwerem Atemschutz ausgerüstet, ein vierter bereitete sich als Sicherheitstrupp vor. Priorität hatte zunächst die Rettung der Hunde, was von einem Trupp unter Atemschutz durch ein Fenster im Erdgeschoss vorgenommen wurde. Parallel wurde der Löschangriff im Keller vorbereitet.

Aufgrund der bereits extrem hohen Temperaturen und der starken Verrauchung des Gebäudes wurden Hochdrucklüfter in Stellung gebracht, um ein Vorgehen einigermaßen sicher zu machen. Der dritte Trupp erkundete auf der Rückseite des Gebäudes im völlig verrauchten Garten einen Schacht, der sich gleich über der Sauna befinden sollte.

Sauna-Brand: Flammen schlagen aus dem Keller

Hier schlugen die Flammen bereits bis in Höhe des Daches aus dem Keller. Da abzusehen war, dass mit allen notwendigen Aktionen weitere Atemschutzgeräteträger benötigt wurden, wurden die Löschgruppen Holthausen und Langern nachalarmiert. Denn insbesondere bei der Brandbekämpfung im heißen, völlig verrauchten Kellerraum setzte der Einsatzleiter immer zwei Trupps parallel ein.

Daher war schnell klar, dass einerseits der Nachschub an Atemschutzgeräten sichergestellt werden musste. (...) Andererseits war der Grundschutz für die Stadt Werne aktuell nicht sicher gestellt, so dass in Absprache mit der Leitstelle in Unna die Löschgruppe Bergkamen-Rünthe in die Feuerwache Mitte verlegt wurde, um im Falle eines parallelen Einsatzes im Rahmen der notwendigen Hilfsfrist ausrücken zu können.

Sauna in Flammen: Feuerwehr sucht zwei Hunde im brennenden Haus

Der Einsatz lief bei strömendem Regen ab. Auf der Wiese vor dem Polizeifahrzeug wurde zunächst das gebrauchte Material deponiert. © Freiwillige Feuerwehr Werne

Die Rettung der Hunde ging sehr schnell vonstatten. Nur wenige Minuten nach dem gewaltsamen Öffnen eines Fensters waren die Tiere befreit und konnten den Besitzern unverletzt übergeben werden.

Auch die Riegelstellung zum Schutz des Dachstuhls im Garten war erfolgreich. Kontrollen mit der Wärmebildkamera zeigten, dass die Arbeiten Erfolg zeigten und das Feuer eingedämmt werden konnte.

Anstrengende und zeitaufwendige Löscharbeiten

Die Arbeiten im Keller gestalteten sich aufgrund der großen Hitze als sehr anstrengend und zeitaufwendig. Erst rund 30 Minuten nach Beginn der Löscharbeiten konnte „Feuer unter Kontrolle“ gemeldet werden. Um „Feuer aus“ melden zu können, brauchte es rund 45 Minuten.

Gleichfalls aufwendig gestalteten sich die Nachlöscharbeiten, da der betroffene Raum vollständig mit dem glimmenden Brandschutt der Sauna und aller in Brand geratenen Gegenstände gefüllt war. Dieser Brandschutt wurde nachfolgend mit einem Schaum-Wasser-Gemisch abgedeckt.

Haus nicht mehr bewohnbar nach Sauna-Brand

Insgesamt waren 12 Trupps unter Atemschutz im Einsatz, bis diese Arbeiten erledigt waren. Mit Hilfe der Versorger Gelsenwasser und Westnetz wurde das nicht mehr bewohnbare Gebäude von den Versorgungsnetzen getrennt. Die Körnerstraße war während des gesamten Einsatzes gesperrt.

Im Einsatz waren rund 60 Einsatzkräfte der Feuerwehr Werne mit 13 Fahrzeugen, der AB-A des Kreises Unna, die Löschgruppe Bergkamen-Rünthe mit 24 Einsatzkräften und vier Fahrzeugen, die Polizei mit zwei Streifenwagen, der Rettungsdienst Werne mit einem Notarztfahrzeug und einem RTW.

Der Einsatz konnte mit der Übergabe an die Polizei, die das Gebäude zwecks Brandursachenermittlung sicherstellte, gegen 22:30 Uhr beendet werden.

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