"Schiff ahoi" im Bad

WERNE Schiff ahoi und Leinen los! Zum Ende der Freibadsaison tummelten sich gestern im Sportbecken des Natursolebades keine Schwimmer, sondern jede Menge Modellboote.

von Von Rudolf Zicke

, 30.09.2007, 16:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine der ganz großen Attraktionen war der Schlepper David von Reiner Hans aus Waltrop. Er schaffte es vor kurzem in der Marina Rünthe, tatsächlich, ein 20-Tonnen-Fahrgastschif (!) zu ziehen.

Eine der ganz großen Attraktionen war der Schlepper David von Reiner Hans aus Waltrop. Er schaffte es vor kurzem in der Marina Rünthe, tatsächlich, ein 20-Tonnen-Fahrgastschif (!) zu ziehen.

Sieben Vereine aus der Region ließen insgesamt rund 120 Modellschiffe nach und nach zu Wasser. Es waren alle dabei: das kleine Freizeitboot und der Segler genauso wie ein Seenotrettungskreuzer, Hochseeschlepper und Ozeanriese. Und was nicht auf dem Wasser schwamm, war unter der Oberfläche zu finden: Gleich mehrere U-Boote tauchten mal eben ab. Eine der ganz großen Attraktionen des inzwischen neunten Modellboot-Tages war der Schlepper "David". Dieses Modellschiff des Waltropers Reiner Hans ist absolut rekordverdächtig. "Es hat zwei kW Steuerleistung und Power bis zum Abwinken", verrät der Eigner, womit der Laie aber wohl kaum etwas anzufangen weiß.

22 Tonnen gezogen

Deutlich verständlicher wird diese Beschreibung: "David" hat es vor kurzem geschafft, in der Marina Rünthe das 22-Tonnen-Fahrgastschiff "Hildegard" samt Passagieren aus dem Hafen zu ziehen. Nicht minder ins Staunen gerieten die zahlreichen Besucher im Freibad, als Theo Rosendahl aus Herringen seine "Geheimrat Sartorius" vorführte. Genau 78 Funktionen kann Rosendahl per Funkfernbedienung steuern. So gerät plötzlich Wasser ins Schiff, es erhält Schlagseite, die Lenzpumpen springen an, vorsichtshalber werden die Rettungsboote abgelassen, zu allem Unglück geht auch noch ein Mann über Bord - am Ende wird natürlich wieder alles gut, das Schiff kehrt sicher heim in den Hafen, also an den Beckenrand. Die passenden Kommentare dazu gab?s von Badleiter Klaus Wortmann.

Von den Mitgliedern der Modellbootvereine holten sich etliche Hobby-Schiffer Tipps für ihren eigenen "Kahn". Die Experten selbst nutzten natürlich ebenfalls die Gelegenheit, mit den Kollegen aus den anderen Vereinen zu fachsimpeln. Im Übrigen waren die Besucher nicht nur zum Zuschauen "verdammt". Das eine oder andere Schiff durften sie selbst einmal steuern - natürlich unter fachkundiger Anleitung, damit es nicht noch zu einer zweiten "Titanic"-Katastrophe kommt. Eine ganz besondere Attraktion boten die Vereine und das Bad-Team schließlich den Kindern: Sie konnten gestern ein Kapitänspatent erwerben.

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