Verbrauchertipp

Schimmel in der Wohnung entdeckt? Checkliste hilft Eigentümern

Beim Frühjahrsputz hinter der Couch oder nach einem Wasserschaden an der Wand: Viele haben schon einmal Schimmel in ihrer Wohnung entdeckt. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.
Hier ist eine Schimmelfläche vorsorglich erst einmal mit Folie abgedeckt worden. Doch bei einem so großen Befall muss eine gründliche Lösung her. © privat

In Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale NRW veröffentlichen wir hier regelmäßig Tipps rund um Haus, Wohnung und Garten. Heute geht es um das Dauerbrenner-Thema Schimmelbefall:

Bei Feuchtigkeit und Schimmel in Wohnräumen sollte schnell gehandelt werden. Nicht nur die Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner wird durch Schimmelbefall gefährdet, auch die Bausubstanz kann erheblichen Schaden nehmen. Die Ursachen von Schimmel sind oft vielfältig und komplex, so dass sich Betroffene fachkundige Expertise suchen sollten, um dem Problem sachlich auf den Grund gehen. Nur so können die Mängel langfristig beseitigt werden.

Die Verbraucherzentrale NRW hat zusammen mit weiteren Fachorganisationen im Rahmen des Netzwerk Schimmelpilzberatung Deutschland bei der Entwicklung einer Checkliste mitgewirkt, die dabei hilft, den Schaden technisch zu bewerten und entsprechend geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Vollständige entfernen oder luftdicht verkleiden?

„Viele Eigentümerinnen und Eigentümer stehen vor der Entscheidung, ob die von Schimmel befallenen Baustoffe, wie Putz oder Rigipsplatten, vollständig entfernt werden sollten oder ob eine luftdichte Verkleidung der betroffenen Oberflächen ausreichend ist“, erläutert Rita Maria Jünnemann, Sanierungsexpertin der Verbraucherzentrale NRW. „Neben den bautechnischen Fragen spielen auch gesundheitliche und vor allem finanzielle Aspekte eine Rolle. Betroffene sind bei der Abwägung der geeigneten Maßnahmen oft überfordert“, so Jünnemann.

Die Entscheidung über den Umfang der Sanierungsmaßnahmen muss in jedem Einzelfall von sachverständiger Seite individuell abgewogen werden. Betroffene können anhand der Checkliste nun vorab prüfen, welche technischen und rechtlichen Fragen sie dabei klären sollten. Das ist sowohl für den Austausch mit dem beauftragten Handwerksbetrieb wichtig als auch für Fragen der Kostenübernahme durch die Versicherung.

Ist ein Schimmelschaden eingetreten, so müssen die Eigentümer des Gebäudes oder der Wohnung über die notwendigen Maßnahmen entscheiden und das gewünschte Sanierungsziel festlegen. Eine Checkliste vom Netzwerk Schimmelpilzberatung Deutschland bietet eine Hilfestellung bei der technischen Bewertung, welche Schritte hierbei zu entscheiden sind.

In der Regel wird je nach Größe und Umfang der Schäden ein Rückbau der besiedelten Baustoffe bzw. ein Entfernen der Biomasse erforderlich sein. Wird stattdessen eine Abschottung in Erwägung gezogen, sind vor einer technischen Prüfung eine Vielzahl rechtlicher Fragen zu klären.

Für eine technische Prüfung bietet die angesprochene Checkliste eine Hilfestellung, um zu entscheiden, ob eine Abschottung den Anforderungen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes entspricht und eine nachhaltige und kostengünstige Alternative zum Rückbau darstellt.

Weitere Informationen

Die Verbraucherzentrale NRW berät und informiert Ratsuchende zu Fragen rund um Schimmel, Feuchtigkeit und Sanierung. Weitere Informationen gibt es unter:

www.verbraucherzentrale.nrw/schimmel

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