Schläuche und Monitore sind Alltag auf der Intensivstation

St.-Christophorus-Krankenhaus

Gute Kommunikation ist auf der Intensivstation mit ihren zwölf Betten wichtig. Wenn die Schicht wechselt, gibt's eine Übergabe im großen Kreis sowie anschließend von Mitarbeiter zu Mitarbeiter. Was ist bei Patient A auf Zimmer 304 heute zu beachten, wie sind seine Werte, etc.?

WERNE

von Von Jörg Heckenkamp

, 15.10.2011, 07:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Überwachung der Vitalfunktionen - eine der Hauptaufgaben auf der Intensivstation.

Überwachung der Vitalfunktionen - eine der Hauptaufgaben auf der Intensivstation.

Werte, Skalen, Daten - das ist täglich Brot für die insgesamt 30 Männer und Frauen des Pflegepersonals sowie die zwei festen Ärzte auf der Station im dritten Obergeschoss. Im zentralen Arbeitsbereich sind die Daten jedes Patienten jederzeit einsehbar. Herzfrequenz, Blutdruck, Temperatur - alles läuft auf Monitoren ein. Bei Bedarf noch viele weitere Parameter.Entsprechend technisiert sieht ein Krankenzimmer, entsprechend verkabelt ein Patient aus. Manche liegen im künstlichen Koma, manche sind durchaus ansprechbar.

"Wer hier liegt", erklärt Stefanie Werner, "ist in seinen Vital-Funktionen gefährdet und benötigt Überwachung." Zum Beispiel diejenigen, die eine schwere Operation hinter sich haben oder aus der Inneren Abteilung kommen. Oder, seltener, Notfallpatienten.Gewirr von Kabeln und Schläuchen

Jedwede Technik setzen die Notfall-Retter dabei ein. Auch auf den Zimmern. Ein Gewirr von Kabeln, Schläuchen, Maschinen, Monitoren verwirrt den Laien. Aber Technik, weiß der erfahrene Pfleger Gelinski, ist nicht alles. Ganz wichtig: die menschliche Komponente.

Selbst mit Patienten im künstlichen Koma reden die Mitarbeiter, berühren sie an den Händen oder Armen. Angehörige sind auf der Intensivstation nicht nur geduldet, sondern gern gesehen. Jederzeit.

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Auf der Intensivstation

Zwölf Patienten kann die Intensivstation des St.-Christophorus-Krankenhauses aufnehmen. Neben vielen technischen Geräten ist aber auch die Menschlichkeit sehr wichtig.
14.10.2011
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Bei all der Technik darf das Menschliche nicht zu kurz kommen. Das ist Grundsatz der Werner Intensivstation. So haben Angehörige jederzeit Zugang zu den Patienten.© Foto: Jörg Heckenkamp
Die Intensivstation ist auch für Notfälle im Haus zuständig. Dann rücken sie mit diesem Notfallwagen aus.© Foto: Jörg Heckenkamp
Stationsleiter Hans Gelinski (57) zeigt die speziellen Matratzen, die ein Durchliegen der Patienten verhindern sollen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Hans Gelinski und Stefanie Werner am Patientenbett. Pfleger und Ärzte besprechen die Fälle gemeinsam.© Foto: Jörg Heckenkamp
Stationsleiter Hans Gelinski (57) am einem so genannten Infusiomat, der verschiedene Infusionen und Injektionen steuert.© Foto: Jörg Heckenkamp
Überwachung der Vitalfunktionen - eine der Hauptaufgaben auf der Intensivstation.© Foto: Jörg Heckenkamp
Ärztin Stefanie Werner am Bett eines Intensiv-Patienten, der im künstlichen Koma ist.© Foto: Jörg Heckenkamp
Die Daten aller Patienten lassen sich zentral auf den Monitoren ablesen und überwachen, wie Thomas Garn hier zeigt.© Foto: Jörg Heckenkamp
Stationsleiter Hans Gelinski (57) am zentralen Arbeitsbereich der Station.© Foto: Jörg Heckenkamp
Intensiv-Medizin ist stark technik-gestützt.© Foto: Jörg Heckenkamp
Zwölf Patienten kann die Intensivstation aufnehmen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Angehörige können in einem "Verabschiedungszimmer" Abschied von den Verstorbenen nehmen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Angehörige können in diesem Zimmer Abschied von den gerade Verstorbenen nehmen. Zwei Stunden haben sie Zeit dafür.© Foto: Jörg Heckenkamp
Kommunikation ist wichtig. Stations-Chef Hans Gelinski (Mitte) im Gespräch mit dem Team.© Foto: Jörg Heckenkamp
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Doch manchmal ist auch die medizinische Kunst am Ende. Der Tod ist auf der Intensivstation kein Tabu-Thema. Um das Unbegreifliche etwas fassbarer zu machen, können die Angehörigen in einem eigens gestalteten Zimmer in Ruhe Abschied von dem gerade Verstorbenen nehmen. 

Gerade in solchen Situationen, sagt Stefanie Werner, bräuchten die Angehörigen Unterstützung: "Für den Patienten haben wir alles getan, was wir konnten. Bei Todesfällen brauchen die Angehörigen unsere Betreuung." 

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