Schlüsseldiensttrick: Ehepaar Koch fällt nicht auf die perfide Betrugsmasche herein

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Beim Schlüsseldiensttrick gehen Kriminelle perfide vor: Sie nutzen die Hilfsbereitschaft der Bürger aus. Auch in Werne hat es ein Mann versucht. Ehepaar Koch blieb jedoch misstrauisch.

Werne

, 21.01.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es ist eine perfide Masche: Beim sogenannten Schlüsseldiensttrick geben sich Kriminelle als (neue) Nachbarn aus und erzählen, dass sie sich aus der Wohnung oder dem Haus ausgesperrt haben.

Dann fragen sie beim vermeintlichen Opfer nach, ob es mit Geld aushelfen könnte, um den verständigten Schlüsseldienst zu bezahlen. Die hilfsbereiten Betrugsopfer kaufen dem Kriminellen die Geschichte ab und leihen ihm Geld, das sie nie wieder sehen.

Der Polizei des Kreises Unna sind aktuell mehrere Fälle aus Werne bekannt. Auch Klaus Koch (55) aus Werne-Langern verständigte am Dienstag, 15. Januar, die Polizei. Denn auch bei seiner Frau klingelte am Nachmittag ein Mann und versuchte, sich Geld zu leihen.

Klaus Koch schildert die Situation: „Er hat gesagt, dass er ein paar Häuser weiter wohnen würde. Er nannte dabei auch den Namen des Nachbarn. Er hat sich ausgesperrt und wollte sich 180 Euro für einen Schlüsseldienst leihen.“

Daraufhin habe Klaus Koch bei dem Nachbarn an der Lünener Straße nachgehört. Er wusste von nichts. Er berichtet Koch aber auch, dass bei ihm auch schon ein Mann geklingelt habe. „Er fragte da auch nach Geld und wollte sein Fahrrad als Pfand dalassen“, erzählt Koch weiter.

Klaus Koch verständigte die Polizei und beschrieb den vermeintlichen Betrüger so: 25 bis 30-jähriger Mann mit blonden Haaren. Er sprach akzentfrei deutsch und war mit einem weißen Fahrrad unterwegs.

Ähnliche Angaben machte auch eine Frau, die am Sonntag, 13. Januar, die Polizei verständigte, nachdem ein Mann den Schlüsseldiensttrick bei ihr versuchte. Vergeblich.

Auch die Frau von Klaus Koch blieb skeptisch und fiel nicht auf die Masche herein. „Wir sind von Natur aus misstrauisch. Und hier in Langern kennt jeder jeden“, sagt Klaus Koch.

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