Schnelles Internet: Ausbau in Horst gerät ins Stocken

Tiefbaufirma muss anrücken

Eigentlich wollte die Firma Muenet in Wernes Außenbereichen mithilfe der Landwirte kostengünstig Glasfaserkabel verlegen. Doch im Ortskern von Horst stößt man beim schnellen Internet nun auf unerwarteten Widerstand.

Werne

, 13.11.2017, 05:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Verlegen von Glasfaserkabeln gestaltet sich im Ortskern Horst derzeit schwierig.

Das Verlegen von Glasfaserkabeln gestaltet sich im Ortskern Horst derzeit schwierig. © Jörg Heckenkamp

Die Tiefbauarbeiten für den Breitbandausbau in Horst geraten ins Stocken, wie Frank Adamietz dem Bezirksausschuss am Dienstag mitteilte. Grund sind die vielen versiegelten Flächen im Ortskern, die aufgerissen werden müssen, um die Leerrohre für die Glasfaserkabel verlegen zu können.

Breitband-Kooperationsvertrag

Das ist teuer, diese Arbeiten müssen von Tiefbauunternehmen ausgeführt werden und nicht wie üblich, mithilfe der Landwirte. Für eine kostengünstige Lösung arbeitet Muenet, das mit der Stadt einen Breitband-Kooperationsvertrag abgeschlossen hat, im ländlichen Bereich mit den Bauern zusammen – sie ziehen mit ihren Pflügen die Gräben für die Leerrohre. Im Ortskern Horst stoßen sie nun aber an ihre Grenzen: „Straßen, Plätze und Bürgersteige sind gepflastert oder asphaltiert, da versagen dann die Bemühungen der Landwirte“, so Adamietz.

Der Leiter des Kommunalbetriebs Werne weiter: „Im öffentlichen Straßenraum müssen Fachfirmen ran, die die Flächen vernünftig öffnen und wieder schließen.“ Er erinnerte an die schlechten Erfahrungen in Werne, als eine holländische Firma im „Hauruckverfahren“ die Leerrohre verlegte und die Bürgersteige hinterher oft nicht richtig verschlossen wurden.

Keine Fördergelder mehr


Ende des Monats führt Muenet daher entsprechende Gespräche, erläuterte Adamietz. „Vermutlich ist das Unternehmen auf der Suche nach einem Tiefbauunternehmer.“ Mit Unverständnis reagierte Christoph Mürmann (CDU) auf die Ausführungen. „Es gibt doch Förderprogramme für den ländlichen Bereich“, schlug er vor, öffentliche Töpfe anzuzapfen. „Diese Möglichkeit haben wir schon abgeklopft“, führte Adamietz das Markterkundungsverfahren der Firma Micus an. Ihre Umfrage hatte auch für Horst innerhalb der nächsten drei Jahre eine schnelle Internetanbindung vorausgesagt.

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