Coronavirus in Werne

Schulamt zu Lockdown: Diese Regeln an Werner Schulen gelten ab Montag

Distanzunterricht ab der 8. Klasse wird Pflicht ab Montag (14. Dezember), die Ferien werden verlängert. Das Schulamt Werne hat sich am Freitag noch mit den konkreten Regeln ab Montag gemeldet.
Kathrin Kötter hat sich am Freitagabend (11. Dezember) zum Schulunterricht ab dem kommenden Montag geäußert. © (A) Eva-Maria Spiller

Am Freitagmittag (11. Dezember) sickerte die Nachricht durch: Der Lockdown wird vorgezogen, so wünscht es sich NRW-Ministerpräsident Armin Laschet. Und kündige bereits konkrete Regeln für den Schulbetrieb, die Schließung des Einzelhandels und das Verbot von Parties an Silvester an.

Am Freitagabend dann kündigte das Werner Schulamt bereits konkrete Regeln für den Schulbetrieb an den Schulen der Stadt an: „Ab Montag wird es neue Corona-Regelungen für den Schulbetrieb geben. Angesichts der heute [Freitag, Anm. d. Red.] nochmals drastisch gestiegenen Infektionszahlen war mit einer baldigen Reaktion aus Düsseldorf zu rechnen“, teilt Schulamtsleiterin Kathrin Kötter am Freitagabend in einem Pressestatement mit.

„Aus Sicht des Bürgermeisters stellen die neuen Regelungen die Schulen vor große Herausforderungen, die jetzt über das Wochenende bewerkstelligt werden müssen.“ Auch die Schülerinnen und Schüler und deren Eltern treffe die Entscheidung plötzlich. Die Stadt Werne wurde ebenso wie die Schulen in der Mittagszeit per sogenannter „Schulmail“ informiert.

Die Regeln ab Montag im Einzelnen:

  • Demnach können Eltern bzw. Erziehungsberechtigte, deren Kinder die Jahrgangsstufen 1 bis 7 besuchen, ihre Kinder ab Montag vom Präsenzunterricht befreien lassen. Voraussetzung dafür ist eine schriftliche Mitteilung an die Schule, in der die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten anzeigen, ab wann ihr Kind ins Distanzlernen wechselt. Ein Hin- und Her-Wechseln zwischen Präsenzunterricht und Distanzlernen ist nicht möglich.
  • Die Befreiung vom Präsenzunterricht in den Klassen 1 bis 7 und der obligatorische Distanzunterricht ist dabei nicht mit einem Aussetzen der Schulpflicht gleichzusetzen. Das Schulministerium weist daraufhin, dass das Lernen und Arbeiten zu Hause, wie es von vielen Schülerinnen und Schülern im Frühjahr erstmals praktiziert wurde und für das es von den Schulen fortgeschriebene Konzepte gibt, gleichermaßen für diese besondere Woche zwischen dem 14. und dem 18. Dezember 2020 gilt.
  • Der Unterricht für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufen 8 bis 13 findet ab der nächsten Woche grundsätzlich nur noch in Form des Distanzunterrichtes statt. Für Schülerinnen und Schüler mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung, der eine besondere Betreuung erfordert, muss diese in Absprache mit den Eltern oder Erziehungsberechtigten sichergestellt werden.
  • Zusätzlich zu den Regelungen zur Unterrichtsart werden die Weihnachtsferien um zwei Tage verlängert. Am 7. und 8. Januar findet ebenso wie am 21. und 22. Dezember kein Unterricht statt. „Wir haben uns umgehend mit allen Schulen in Verbindung gesetzt und unsere Hilfe angeboten. Als Schulträger möchten wir die Schulen soweit möglich und erforderlich auch unterstützen“, teilt Schulamtsleiterin, Frau Kötter, mit.

Die Schulbusse werden am Montag wie gewohnt eingesetzt, um den Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 1 bis 7 sowie der Abschlussjahrgänge einen reibungslosen Schulweg zu ermöglichen. Im Laufe der nächsten Woche wird mit den Schulleitungen abgestimmt, inwiefern ein weiteres Aufrechterhalten des vollständigen Schulbusverkehres erforderlich ist. Diese Entscheidung wird auf Basis des Elternwunsches zu einer Präsenzbeschulung und der Rückmeldung der Schulleitungen zur notwendigen Durchführung von (abschluss-) relevanten Klausuren getroffen.

Die Werner Kitas bleiben nach aktuellem Stand geöffnet

Nach Ankündigung von Vize-Ministerpräsident und Familienminister Joachim Stamp, bleiben die Kitas geöffnet. Wenn möglich werde jedoch von Seiten des Ministers empfohlen, die Kinder zuhause zu betreuen.

Herr Bürgermeister Lothar Christ appelliert an die Werner Bürger: „Leider hat der sogenannte weiche Lockdown die Infektionszahlen nicht genügend senken können. Daher sind wir alle gefordert, nunmehr noch weitergehend die Kontakte zu reduzieren.“

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