Sekundarschule kooperiert mit Fitness-Studio

Marga-Spiegel-Schule

Dass eine Schule und ein Museum oder eine Stadtbücherei kooperieren, das ist in Werne an der Tagesordnung. Aber dass ein Fitness-Studio mit einer Schule zusammenarbeitet, das gab es bisher noch nicht. Im Studio schwitzen können nun die Schüler der Marga-Spiegel-Sekundarschule.

WERNE

, 20.09.2016, 18:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für eine Testphase von einem Jahr gehen die Marga-Spiegel-Sekundarschule an der Bahnhofstraße und das Gesundheits- und Fitness-Center Feel-Fit-Werne am Fürstenhof eine Kooperation ein. Den Vertrag unterschrieben die didaktische Leiterin Rita Lefering sowie der Sportlehrer Andreas Groß Weege und Studio-Inhaber Frank Langer.

15 Schüler der Klasse 9 trainieren einmal in der Woche für 90 Minuten im Fitness-Studio. Ihr Sportlehrer Andreas Groß Weege (49) leitet die Schüler beim Geräte- und Kardio-Training an.

Wichtige Aspekte eines gesundheitsorientierten und funktionalen Fitness-Trainings sollen vermittelt werden. „Wir eröffnen ihnen Perspektiven, auch nach der Schule oder später im Beruf Sport zu treiben“, heißt es von den Trainern. Fit für Schule und Beruf lautet das Motto.

Was halten Schüler davon?

Die Sekundarschule gibt den Lehrkräften die Möglichkeit, über die Ergänzungsstunden weitere Fächer wie Spanisch oder naturwissenschaftliche Fächer aber auch sportliche Aktivitäten anzubieten.

Der Schüler Nico Kozdon (14) ist begeistert: „Es macht mir viel Spaß. Nur leider kann ich mich momentan nicht so anstrengen“, sagt er. Der Grund: Der Fußballspieler des SuS Kaiserau hat sich beim Fußball verletzt. Im Unterricht vertiefen die Schüler das praktische Wissen mit dem theoretischen Wissen über Trainings- und Ernährungslehre.

Jetzt lesen

Das Thema Gesundheit spielt im Fitness-Center eine wichtige Rolle. „Inzwischen haben wir einen eigenen Reha- und Gesundheitsverein gegründet“, erläutert Inhaber Frank Langer. Er hatte der weiterführenden Schule ein kostenloses Angebot unterbreitet.

Es sei für beide Seiten eine Win-Win-Situation, meint Weege. Im Gegenzug hat das Studio laut Vertrag die Möglichkeit, bei Schulfesten, Tagen der offenen Tür oder sonstigen Veranstaltungen das Angebot der Schule zu ergänzen und zu unterstützen.

Kontakte und Leute treffen

Für den Sportlehrer, der für das Training im Fitness-Center ausgebildet ist, kommt noch ein weiterer wichtiger Aspekt hinzu: Die Schüler sind heute zumeist medial unterwegs und vernachlässigen soziale Kontakte, wie er feststellt. „Hier haben sie wieder mal die Möglichkeit, sich zu treffen und eine Zeit gemeinsam zu verbringen und sich zu unterhalten.“

 

Hubertus Steiner, Schulleiter der Marga-Spiegel-Sekundarschule, im Gespräch über die neue Kooperation

Haben die Schüler erhöhten Bedarf an Sportunterricht? Das kann man so nicht sagen. Durch die gute Lehrer- und Sporthallenversorgung sind wir an unserer Schule sehr gut mit Sportunterricht bedient. Jeder Schüler hat von den 30 Stunden 3 Stunden Sport in der Woche.

Worum geht es Ihnen bei dem Fitness-Training? Es geht nicht um Pumpen und extremen Muskelaufbau. Gesundheit ist für uns ein wichtiges Thema. Und hier vor allem den Schülern präventive Maßnahmen für die Gesunderhaltung in Schule und Beruf aufzuzeigen. Bewegung ist wichtig.

Hat die Fitness der Schüler im Laufe der letzten Jahre nachgelassen? Was festzustellen ist in den letzten Jahren, dass die Schüler motorisch nicht mehr so fit sind. Man merkt ihnen an, dass sie weniger draußen spielen, auf Bäume klettern und Bolzplätzen toben.  

Lesen Sie jetzt