Sim-Jü in Werne wird wohl abgesagt: Großveranstaltungen sollen bis Ende Oktober verboten sein

Absage von Sim-Jü 2020

Sim-Jü 2020 wird wohl abgesagt: Großveranstaltungen sollen laut Medienberichten bis mindestens Ende Oktober abgesagt werden. Das würde auch das Aus für die Sim-Jü-Kirmes in Werne bedeuten.

Werne

, 17.06.2020, 11:38 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sim-Jü 2020 wird wohl ausfallen. Großveranstaltungen wie Kirmesse sollen noch bis Ende Oktober verboten sein.

Sim-Jü 2020 wird wohl ausfallen. Großveranstaltungen wie Kirmesse sollen noch bis Ende Oktober verboten sein. © Jörg Heckenkamp (A)

Großveranstaltungen sollen wegen der Corona-Krise noch bis mindestens Ende Oktober abgesagt werden. Laut den Berichten von RTL und ntv sollen demnach Events wie Volks-, Stadt- oder Schützenfeste abgesagt werden. Dazu zählen auch Kirmesse.

Das würde auch das Aus für Sim-Jü in Werne bedeuten. Die traditionelle Kirmes ist für den 24. bis 27. Oktober geplant. Am Mittwochnachmittag, 17. Juni, sollen sich die Ministerpräsidenten der Länder auf einen neuen Pandemieplan in der Corona-Krise verständigen.

„Unter diesen Bedingungen wird es keine Sim-Jü geben“

Kordula Mertens, Leiterin des Ordnungsamtes der Stadt Werne, hat aber bereits im Vorfeld klar gemacht, wie man in Werne mit der Sim-Jü-Kirmes umgehen wird. „Unter den jetzigen Bedingungen wird es keine Sim-Jü geben“, sagte Mertens noch am Dienstag, 16. Juni, im Gespräch mit dieser Redaktion.

Zuletzt hatte man in Werne die Hoffnung, dass sich die Bestimmungen rund um Großveranstaltungen noch bis Oktober lockern könnten. Nun soll das Verbot von Volksfesten wie Sim-Jü nicht nur wie bisher bis Ende August gelten, sondern bis Ende Oktober. Ausnahmen könnte es allerdings geben, heißt es weiter.

Innenstadt-Kirmes wie Sim-Jü lässt sich nicht einzäunen

Bei temporären Freizeitparks wie etwa der „FunDOmio“ in Dortmund werden die Besucherzahlen strikt kontrolliert. Dazu sind die Veranstaltungsplätze eingezäunt. „Das geht bei einer Innenstadt-Kirmes wie Sim-Jü allerdings nicht. Das Hauptproblem ist, dass man die Zu- und Abgänge der Besucher kontrollieren muss. Bei Sim-Jü müsste man dann alle Seiten absperren“, so die Leiterin des Ordnungsamtes.

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Für Kordula Mertens ist klar, dass es auch keine „abgespeckte Version“ der Sim-Jü geben wird. Eine kleine Kirmes etwa nur auf einem zentralen Platz wie etwa Am Hagen und mit begrenzter Besucheranzahl könne man nur schwer in die Praxis umsetzen. Die Regeln, die für den Besuch dieses Freizeitparks gelten, könne man nicht auf eine Kirmes wie Sim-Jü übertragen. Da spielen etwa viele Rettungswege für Feuerwehr, Rettungswagen und Polizei eine Rolle, so Mertens.

Auch Weihnachtsmarkt in Werne steht auf der Kippe

„Wenn man eine richtige Kirmes haben will, dann geht es unter den aktuellen Bedingungen nicht. Wir lieben unsere Kirmes und möchten sie unbedingt haben. Aber es muss auch in der Praxis organisatorisch funktionieren“, erklärte Mertens noch am Dienstag.

Verständigen sich die Ministerpräsidenten der Länder gemeinsam mit Kanzlerin Angela Merkel am heutigen Nachmittag auf ein Verbot von Großveranstaltungen bis Ende Oktober wird es das Aus für Sim-Jü bedeuten.

Sogar eine Verlängerung bis zum Jahresende soll laut Medienberichten im Gespräch sein. Dann würde es wohl auch keinen Weihnachtsmarkt in Werne geben.

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