So sieht es aus, wenn die DLRG Schafe rettet

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Da staunten die Radfahrer am Hamm-Datteln-Kanal nicht schlecht, als vom DLRG-Boot auf einmal ein Schaf mähte. Doch die Übung hat einen ernsten und lehrreichen Hintergrund für die Ersthelfer zu Wasser: Wie rettet man Tiere, die bei einer Überschwemmung eingeschlossen sind? Wir haben uns das Spektakel einmal angeschaut.

Stockum

, 15.05.2015, 15:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
So sieht es aus, wenn die DLRG Schafe rettet

Volle Kraft voraus - Schafe und Schäfer drehten mit dem DRLG eine Runde auf dem Kanal.

Es war das erste Mal bei eine Großübung, dass mit lebenden Tieren geübt wurde. Also völliges Neuland für die Kameraden des DLRG. „Die haben ganz schön viel Kraft mit dem Kopf“, erklärte Arianna Schmidt (22) von der Ortsgruppe Hagen. Sie half beim Verladen der Tiere. „Das ist mal was anderes, aber es ist wichtig“, sagte sie. 

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So rettet die DLRG Schafe

Da staunten die Radfahrer am Hamm-Datteln-Kanal nicht schlecht, als vom DLRG-Boot auf einmal ein Schaf mähte. Doch die Übung hat einen ernsten und lehrreichen Hintergrund für die Ersthelfer zu Wasser: Wie rettet man Tiere, die bei einer Überschwemmung eingeschlossen sind? Wir haben uns das Spektakel einmal angeschaut.
15.05.2015
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In der Gitterbox müssen die beiden Schafe auf das Boot gebracht werden.© Foto: Verena Schafflick
Viele Schafe, wenig Platz: Zum Fangen müssen die Tiere in eine Ecke gedrängt werden.© Foto: Verena Schafflick
Sie sehen entspannt aus, aber die Zeit in der Box bedeutet Stress für die Schafe. Um die Zeit angenehmer zu gestalten, werden immer mehrere Tiere transpotiert. Schließlich sind Schafe Rudeltiere.© Foto: Verena Schafflick
Dann zeigte Schäfer Tim Möller, wie man Schafe kontrolliert.© Foto: Verena Schafflick
Sie sehen entspannt aus, aber die Zeit in der Box bedeutet Stress für die Schafe. Um die Zeit angenehmer zu gestalten, werden immer mehrere Tiere transpotiert. Schließlich sind Schafe Rudeltiere.© Foto: Verena Schafflick
Anschließend musste die Box festgezurrt werden.© Foto: Verena Schafflick
Vorsichtig wird das Tier in die Gitterbox gelassen.© Foto: Verena Schafflick
Drei Mann, ein Schaf: Die Schafe in die Box zu bekommen, war gar nicht so einfach.© Foto: Verena Schafflick
Schäfer Tim Möller hatte auch seine Hündin Ronja mitgebracht. Die zeigte, wie Hunde Schafe treiben.© Foto: Verena Schafflick
Sitzt das Schafe einmal, ist es völlig wehrlos.© Foto: Verena Schafflick
Sitzt das Schafe einmal, ist es völlig wehrlos.© Foto: Verena Schafflick
Immer wieder zeigt Schäfer Tim Möller den Teilnehmern das Schafefangen.© Foto: Verena Schafflick
Beim Schafefangen bekamen die Teilnehmer Hilfe.© Foto: Verena Schafflick
Während die Kameraden im Gehege die Schafe fangen, schaut der Rest zu. Zu viele Kollegen im Gehege bedeutet zu viel Stress für die Schafe.© Foto: Verena Schafflick
Gar nicht so einfach: Beim Kontrollieren der Schafe brauchten die Teilnehmer noch Hilfe.© Foto: Verena Schafflick
Dann durften sich die Teilnehmer mal im Schafetreiben versuchen.© Foto: Verena Schafflick
Dann durften sich die Teilnehmer mal im Schafetreiben versuchen.© Foto: Verena Schafflick
Dann zeigte Schäfer Tim Möller, wie man Schafe kontrolliert.© Foto: Verena Schafflick
Dann zeigte Schäfer Tim Möller, wie man Schafe kontrolliert.© Foto: Verena Schafflick
Die DRLG schaute beim Schafetreiben zu.© Foto: Verena Schafflick
Die DLRGler schauten beim Schafetreiben zu.© Foto: Verena Schafflick
Schäfer Tim Möller zeigte zuerst, wie man Schafe treibt.© Foto: Verena Schafflick
Zuerst begutachteten die DLRGler das Geschehen von außen.© Foto: Verena Schafflick
Noch ahnen die Schafe nichts von der Aufregung, die gleich auf sie zukommt.© Foto: Verena Schafflick
Auf in die Freiheit! Naja, fast. Im einzäunten Bereich übte die DLRG den Umgang mit den Schafen.© Foto: Verena Schafflick
Was passiert denn da? Ganz gespannt betrachteten die Schafe das Geschehen auf der Wiese.© Foto: Verena Schafflick
Das Technische Hilfswerk half dem DLRG beim Ab- und Verladen der Boote.© Foto: Verena Schafflick
Das Technische Hilfswerk half dem DLRG beim Ab- und Verladen der Boote.© Foto: Verena Schafflick
Im Klassenzimmer des Anne-Frank-Gymnasiums wurden die Einsätze koordiniert.© Foto: Verena Schafflick
Volle Kraft voraus - Schafe und Schäfer drehten mit dem DRLG eine Runde auf dem Kanal.© Foto: Verena Schafflick
Schlagworte DLRG, Werne

Mit einem Wasserrettungszug – also 44 Kameraden und sechs Boote – rückte die DLRG vom Anne-Frank-Gymnasium am Donnerstagmorgen Richtung Kanal aus. In der Nähe des Naturschutzgebietes erwartete sie Schäfer Tim Möller, der extra aus dem Lippetal mit 20 Schafen angereist ist. Nach dem Aufbau des Geheges gab es eine kurze Einweisung des Schäfers. Alles unter den wachenden Augen von Dr. Uta Krebs vom Veterinäramt des Kreis Unna, wo sie für die Stadt Hamm zuständig ist. 

„Schafe sind robuste Tiere“, erklärte sie. Ein Aspekt, warum die Tiere für die Übung zu Wasser benutzt wurden. Doch die Tiere stellten die Retter auch vor ein Problem: Sie flüchten, wenn man sie fangen will. Also zeigte Möller zuerst mithilfe seiner Hündin Ronja, wie man Schafe in eine Ecke treibt. Anschließend demonstrierte er, wie die Tiere gefangen werden. Was bei ihm so einfach aussah, stellte die DLRGler vor einige Probleme – die Tiere waren störrisch. 

Dennoch konnten zwei Tiere gefangen und in eine Gitterbox verfrachtet werden. Für die Tiere ist es wichtig, in kleinen Gruppen transportiert zu werden: Sie sind Herdentiere, alleinige Überfahrten würde zu viel Stress bedeuten. Einmal auf dem Schiff verladen, ging es auch sofort los. Tiere, Schäfer und DLRG drehten eine Runde auf dem Kanal. Anschließend war das Spektakel für die Tiere schon vorbei. Sie hatten wieder Land unter den Hufen.

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