Solebad in Werne verzeichnet großes Minus: Stadt muss höheren Zuschuss geben

mlzSolebad in Werne

Die Verantwortlichen des Solebads Werne rechnen weiter mit hohen Einbußen aufgrund der Corona-Krise. Das geht aus dem angepassten Wirtschaftsplan hervor. Und bald dürfen noch weniger Gäste ins Bad.

Werne

, 16.09.2020, 16:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Corona-Krise hat weiterhin erhebliche finanzielle Auswirkungen auf das Solebad in Werne. Auch wenn alle Bereiche im Bad seit dem 3. Juli geöffnet sind und vor allem an den heißen Tagen viele Besucher das Freibad nutzten, ist weiter mit einem großen Minus in der Bilanz zu rechnen. Das geht aus dem angepassten Wirtschaftsplan der Natur-Solebad GmbH hervor, den Geschäftsführer Frank Gründken am Dienstag, 15. September, im Betriebsausschuss Bad vorstellte.

„Ich betone noch einmal: Aus wirtschaftlicher Sicht müsste das Bad eigentlich geschlossen bleiben. Denn die Umsätze, die erwirtschaftet werden, reichen bei Weitem nicht aus, um die Personal- und Betriebskosten zu decken“, erklärte Gründken. Denn nur eine begrenzte Besucherzahl darf derzeit ins Bad aufgrund der Corona-Pandemie.

Besucher-Obergrenze wird nach unten korrigiert

Und die wird bald sogar noch weiter nach unten korrigiert. Ab Donnerstag, 24. September, bleibt das Freibad geschlossen. Dann dürfen sich nur noch maximal 230 Gäste (130 im Familien- und Sportbecken und 100 im Solebecken) gleichzeitig aufhalten. Bislang lag die Obergrenze bei insgesamt 450 Gästen.

Vor allem an heißen Tagen und in den Sommerferien kam das Solebad so schnell an die Kapazitätsgrenze, oft hieß es „ausgebucht“ und die Gäste mussten teilweise lange Wartezeiten in Kauf nehmen, wenn sie doch noch ins Bad wollten.

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Der angepasste Wirtschaftsplan zeigt, dass für das Jahr 2020 mit einem vorläufigen Fehlbetrag von 685.988 Euro gerechnet wird und damit 205.393 Euro mehr als im Vorjahr. Dies sei auch zurückzuführen auf Investitionen etwa bei der Sanierung der Freibadliegewiese oder der Sprudelliegen im Solebecken.

So gehen die Verantwortlichen derzeit davon aus, dass aus dem städtischen Haushalt ein Gesamtzuschuss von 2,53 Millionen Euro für das Wirtschaftsjahr 2020 an die Natur-Solebad Werne GmbH fließen muss anstatt der bislang vorgesehenen 1,96 Millionen Euro. „Im Moment steht alles Spitz auf Knopf. Und wenn man sich die Entwicklung in der Corona-Krise anguckt, dann wird sich das nicht so schnell ändern“, so Gründken.

Normalbetrieb im Solebad Werne noch lange nicht in Sicht

Demnach werde man wohl auch aufgrund der aktuellen Bedingungen den Wirtschaftsplan für das kommende Jahr aufstellen müssen. Wann wieder ein Normalbetrieb ohne begrenzte Besucherzahlen aufgenommen werden kann, kann heute niemand verlässlich sagen. Zunächst wird die Obergrenze sogar nach unten korrigiert, wenn in der kommenden Woche der Freibadbereich geschlossen wird.

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