Behindertenbeirat kann sich noch günstigeren Sozialtarif im Solebad vorstellen

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Weniger gut verdienende Bürger sollen günstiger ins neue Solebad kommen. Der Rabatt von 20 Prozent als Sozialtarif ist nach Meinung des Behindertenbeirates der Stadt noch nicht ausgereizt.

Werne

, 06.02.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ist der geplante Sozialtarif im neuen Solebad ausreichend für Geringverdiener oder auch Behinderte, haben wir Angelika Roemer, Vorsitzende des Behindertenbeirates, gefragt.

„Wir sind da auf einem guten Weg, aber es könnte noch nachjustiert werden“, sagt Roemer. Sie hofft darauf, dass die Politik noch ein wenig an der Rabattschraube zugunsten der ärmeren Bevölkerung dreht. Denn: „Auch in Werne gibt es eine große Gruppe von Menschen, die die Grundsicherung betrifft.“

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Wer in diese Sozialkategorie fällt, aber ebenso auch Asylbewerber, soll sowohl im Sole- als auch im Familienbad einen Nachlass auf den Stunden- oder Tagestarif von 20 Prozent erhalten.

So würde sich die beispielsweise die Sole-Tageskarte von 10,50 auf 8,40 Euro für den Erwachsenen reduzieren. Eine 2-Stunden-Familienkarte im Familien- und Sportbad vergünstigte sich von 12,70 auf 10,10 Euro im Sozialtarif. Darüber muss die Politik befinden. Der Sozialausschuss berät das Thema am Mittwoch, 13. Februar.

Behindertenbeirat kann sich noch günstigeren Sozialtarif im Solebad vorstellen

So könnte die Staffelung der Sozialtarife im neuen Solebad aussehen. © Grafik Nina Dittgen

Allerdings mahnt die Sozialexpertin Roemer auch an, realistisch zu bleiben: „Wir sind ja nicht blauäugig. Das Bad muss sich finanzieren, man kann ja nicht alles frei machen.“ Allerdings sollten die Lasten gleichmäßig verteilt werden. Und für Geringverdiener wäre ein höherer Nachlass wünschenswert.

Mit den Regelungen bei Behinderten im neuen Solebad, das noch vor den Osterferien 2019 eröffnen soll, ist Angelika Roemer zufrieden. Der Behinderte selbst müsse den üblichen Eintritt zahlen, beziehungsweise erhält bei entsprechend geringem Einkommen den Sozialtarif, die Begleitperson hat freien Eintritt. Roemer: „Damit kann man leben.“

Der Ausschuss für Soziales, bürgerschaftliches Engagement und öffentliche Ordnung tagt öffentlich am Mittwoch, 13. Februar, um 17.30 Uhr im kleinen Sitzungssaal des Stadthauses, Konrad-Adenauer-Platz 1.
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