Solebad-Streit: Verdi generell bereit zu Gesprächen

Nach Bürgermeister-Worten

Tut sich was im Solebad-Streik in Werne? Die Gewerkschaft Verdi hat die Aufforderung des Werner Bürgermeisters zu Verhandlungen begrüßt, gleichzeitig jedoch Kritik an ihrem Tarifentwurf zurückgewiesen. Erste Gespräche könnten schon bald stattfinden.

WERNE

, 05.06.2014, 15:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Streik bedroht die Existenz des Solebads. Das hat Wernes Bürgermeister zumindest angedeutet.

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Darauf habe es jedoch gar keine Antwort mehr gegeben. „Ein Arbeitskampf war damit unausweichlich und ist allein der Betriebsleitung geschuldet“, sagt Berger. Somit sind für Verdi auch die ausbleibenden Einnahmen und die verbundene Gefahr einer Insolvenz Folgen des Arbeitgeber-Verhaltens. „Herr Christ soll mir ein Jahr nennen, in dem das Bad nicht insolvent war“, ergänzt der Bezirkssekretär im Gespräch mit unserer Redaktion und blickt dabei auf die jährlichen Zuschüsse, die von der Stadt Werne an den Bäderbetrieb fließen.

Christs Aussage, Verdi habe beim Tarifvorschlag bewusst nur eine Teilbetrachtung über zwei Jahre vorgenommen, lässt Berger nicht gelten: „Unser Kompromissvorschlag ist viel weitgehender und wirkt sogar über das Jahr 2020 hinaus. Möglicherweise ist dies nur noch nicht erkannt worden. Auch das kann dann am Verhandlungstisch bereinigt werden“, so Berger. Demnach will die Gewerkschaft die GmbH-Mitarbeiter nach zwei Jahren nicht auf ihrer eigentlichen Erfahrungsstufe, sondern auf der untersten Stufe ihrer Entgeltgruppe einordnen. „Verdi hat damit faktisch bereits eine haustarifvertragsähnliche Lösung vorgeschlagen, die über einen sehr lange Zeitraum erhebliche Kostenersparniss mit sich bringt“, glaubt der Sekretär. „Jetzt muss erst einmal am Verhandlungstisch miteinander gesprochen werden.“

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