Solebad Werne ist pleite - Ab April 2015 geschlossen

42 Mitarbeiter verlieren Job

Die Natur-Solebad GmbH ist pleite: Stadtverwaltung und Geschäftsführung haben bekannt gegeben, dass die Betreibergesellschaft ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung anstrebt. Ende April 2015 wird das Werner Bad für den öffentlichen Badebetrieb geschlossen. 42 Mitarbeiter verlieren dann ihren Job.

WERNE

, 23.09.2014, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

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 Dagegen ist die Schließung des Bades ab April 2015 nur am Rande durch den Streik bedingt. Sie ist während der zweijährigen Neubauphase des Hallenbades unumgänglich. „Seit Wochen sucht die Stadt nach einer verantwortbaren Lösung“, so Christ. Würde das Bad wie ursprünglich geplant während dieser Bauphase für jedermann geöffnet, müsste die Stadt als Gesellschafterin der GmbH deutlich mehr Geld hinzuschießen als zunächst gedacht. „Geld, das die Stadt in der laufenden Haushaltskonsolidierung nicht hat.“

Deshalb wird das Solebad Ende April, mit Beginn der Bauarbeiten, für den öffentlichen Badebetrieb geschlossen. Schul- und Vereinsschwimmen können bis zum endgültigen Abriss des Solebades 2016 weiterhin stattfinden. „Die Belegschaft würde nach der Teilschließung auf ein Minimum von vier Vollzeitstellen reduziert“, so Christ. „Von betriebsbedingten Kündigungen und auslaufenden Zeitverträgen sind dann circa 42 Beschäftigte betroffen.“ Die Belegschaft wurde am Morgen über die Pläne informiert.

Der Neubau des Bades bleibt von allen Szenarien unberührt. „Die Insolvenz betrifft nur die Betriebsgesellschaft, nicht etwa den Bäderbetrieb der Stadt Werne, in dem sich das Grundstück mit den baulichen und technischen Anlagen befindet.“ Der Bäderbetrieb trägt zudem nahezu alle Aufwendungen, die zum Erhalt des Bades während der Bauphase notwendig sind – laut Christ auch ein wichtiges Signal an die Wirtschaft: „Folgeinsolvenzen sind nicht zu befürchten.“

Wie der neue Betrieb ab 2017 organisiert wird, entscheidet die Politik erst 2016/17. „Da sind die Uhren auf Null gestellt“, sagt Frank Gründken, Geschäftsführer der Natur-Solebad GmbH. Denkbar ist, dass die jetzt vor der Insolvenz stehende Gesellschaft den Badbetrieb wieder übernimmt. „Die Insolvenz bedeutet nicht, dass die Gesellschaft abgewickelt wird“, so Gründken. Am 1. Oktober wird der Stadtrat über den Insolvenzantrag entscheiden. Nach Einschätzung von Lothar Christ ist die Gesellschaft spätestens am 22. Oktober überschuldet. So lange wolle man mit der Insolvenz jedoch nicht warten: „Ob dann die gewollte Eigenverwaltung möglich wäre, ist fraglich.“

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