Sonnendächer sind in Werne rar

WERNE Mit Solar-Anlagen kann der Bürger richtig Geld verdienen. Wenn ihm das eigene Dach für solch eine Anlage fehlt, springt die Stadt ein. Auf städtischen Gebäuden bzw. Dächern kann der Bürger dann ins Solar-Geschäft einsteigen. Was in Nachbargemeinden klappt, läuft in Wern noch nicht so ganz rund.

von Von Helga Felgenträger

, 24.01.2008, 07:16 Uhr / Lesedauer: 1 min

Eine bundesweite Werbekampagne „SolarLokal“ unterstützt jetzt Kreis, Stadt und Gemeinden dabei, interessierten Bürgern oder Investoren öffentliche Dachflächen zur Verfügung zu stellen. „Mit dem Ziel, den Anteil des umweltfreundlichen Solarstroms an der Energieversorgung zu erhöhen“, heißt es in der Werbekampagne, die vom Naturschutzverband Deutsche Umwelthilfe e.V. und dem deutschen Solarstromkonzern SolarWorld AG ins Leben gerufen und von den Städten aufgegriffen wurde.

In Werne fehlen Flächen

Im Kreis Unna schlossen sich bereits die Kreisstadt selbst und Selm an. Die Stadt Werne würde sich offensichtlich gerne beteiligen. „Doch es fehlen geeignete Flächen“, sagt Wendelin Jücker vom Hochbauamt der Stadtverwaltung. Die Dächer dürfen nicht marode sein und müssen der Montage der Photovoltaik-Anlage standhalten. Auch die Umrüstung von Flachdächern sei zu riskant. „Da schafft man sich nur undichte Stellen im Dach“, so hatte sich Jücker den einen oder anderen Flachdachbau durch den Kopf gehen lassen. Die Voraussetzungen für eine Installation erfüllt an städtischen Gebäuden bislang der Anbau des Anne-Frank-Gymnasiums und die benachbarte Lindert-Turnhalle – Gesamtfläche rund 1200 Quadratmeter.

Mustervertrag ist schon besorgt

Die Fläche wird zwar nicht öffentlich beworben, doch Interessenten klopften bereits an. „Zurzeit stehen wir mit einem Investoren in Verhandlung“, so Jücker, der ein Angebot für die Dachfläche des Gymnasiums mit 800 Quadratmetern auf dem Tisch liegen hat. An umweltfreundlichem Strom können alleine auf dem Neubau durch den Bau der Anlage bis zu 40 Kilowatt erzielt werden. Zum Vergleich: Auf einem Einfamilienhaus können vier bis sechs Kilowatt erreicht werden. Falls es zum Vertragsabschluss kommt, hat sich die Stadt schon gerüstet. „Wir haben uns einen Mustervertrag besorgt“, spricht Jücker vom Gebrauchsüberlassungs-Vertrag. So stellt die Stadt gegen einen Obulus die Fläche zur Verfügung und die Baumaßnahme finanziert der Investor selbst.

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