Sparkassen-Vorstand hofft auf guten Übergang

Nach Fusion

Es wird knallen und böllern: Der Jahreswechsel in der Silvesternacht wird unüberhörbar sein – allerdings nicht überall. Der Vorstandsvorsitzende der neuen Sparkasse an der Lippe wünscht sich einen möglichst geräuschlosen Übergang. Ziel sei es, dass Kunden die Fusion der Sparkassen Kunden gar nicht spürten.

WERNE

, 30.12.2015, 16:51 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Fusion der Sparkasse an der Lippe ist gelungen. Am Wochenende vollzog sich auch die interne Umstellung.

Die Fusion der Sparkasse an der Lippe ist gelungen. Am Wochenende vollzog sich auch die interne Umstellung.

Der erste Schritt dafür ist bereits getan: Den wenigsten Kunden wird es am Mittwoch aufgefallen sein, dass am Hauptgebäude am Markt neue Schilder hängen. Aus „Stadtsparkasse Werne“ ist über Nacht „Sparkasse an der Lippe“ geworden – Weiß auf Rot auf den Eingangstüren. Und auf dem Kreisverkehrsplatz am Salinenparc 300 Meter weiter westlich wehen Fahnen mit dem Namen des fusionierten Geldinstituts.

Mit Beginn des neuen Jahres werden sich die bislang eigenständige Stadtsparkasse Werne und ihre größere Nachbarin, die Sparkasse Lünen, zur neuen Sparkasse an der Lippe mit einer gebündelten Finanzkraft von zwei Milliarden Euro Bilanzvolumen, rund 100.000 Kunden und 400 Mitarbeitern präsentieren. Das Zusammenwachsen ist damit aber noch nicht abgeschlossen. Die sogenannte technische Fusion – die Zusammenführung aller EDV-Systeme – erfolgt im Herbst.

Behalten Kunden ihre Ansprechpartner?

„Die Kunden sowohl aus Werne als auch aus Lünen behalten ihre Ansprechpartner vor Ort“, versichert Lohmann, „auch unter den bisherigen Telefonnummern“. Das sei schließlich das, was die Arbeit der Sparkasse auszeichne: „Das persönliche Beratungsgespräch, in dem wir den Kunden unsere Produkte erklären.“

Auch nach der Fusion gilt: „Die bestehenden Verträge bleiben selbstverständlich bestehen“, so Lohmann – unter den jeweiligen Konditionen. Auch unter dem Dach der gemeinsamen Sparkasse gelten also weiterhin die unterschiedlichen Preise und Leistungen – etwa bei den Kontoführungsgebühren.

Nach dem 4. Januar, dem ersten Arbeitstag für die neue Sparkasse, aber noch vor der technischen Fusion, würden die Preise und Leistungen für Neukunden vereinheitlicht. „Ich rechne, dass das noch im ersten Quartal erfolgen wird.“

Das ändert sich bei Banken und Sparkassen 2016:

  • Zum 1. Februar und nicht schon zum 1. Januar endet die die zweijährige Übergangsfrist beim neuen Standard für den Euro-Zahlungsverkehrsraum SEPA (Single Euro Payments Area).
  • Auch Privatpersonen müssen dann bei Lastschriften und Überweisungen das SEPA-Verfahren nutzen, das für Unternehmen und Vereine bereits seit August 2014 verpflichtend ist.
  • Die 22-stellige IBAN ersetzt zum 1. Februar bei Zahlungsaufträgen die bestehenden Kontonummern. Allerdings muss sich der Kunde nur vier neue Stellen merken. 
  • Die Bankleitzahl und die Kontonummer sind in der IBAN weiterhin enthalten. Es werden lediglich das Länderkennzeichen und eine zweistellige Prüfziffer vorangestellt. Das Länderkennzeichen ist für Deutschland immer „DE“. Kontonummern, die weniger als 10 Stellen umfassen, werden in den meisten Fällen linksbündig mit Nullen aufgefüllt.
  • Die Bankleitzahl der bisherigen Stadtsparkasse Werne (41051605) bleibt für die Kunden der bisherigen Stadtsparkasse vorerst weiter gültig – als Teil der IBAN.
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