Spendenaufkommen für Burmahilfe lässt nach

Kinderheime in Not

WERNE Bereits seit vielen Jahren unterstützen Jutta und Bruno Gimmel Kinderheime in Burma. Konnten sie im letzten Jahr noch eine Rekordsumme an Spendengeldern mit nach Burma nehmen, stehen sie dieses Mal vor einem großen Problem.

von Von Rudolf Zicke

, 15.10.2009, 22:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

So sind die Gimmel derzeit noch weit entfernt von der Rekord-Spendensumme des vergangenen Jahres, die sich auf rund 50 000 Euro belief. Dabei ist finanzielle Hilfe dringender denn je. "In ,unseren´ fünf Heimen leben inzwischen 1 400 Kinder", berichtet Bruno Gimmel, "und es werden fast täglich mehr."

So sind die Gimmel derzeit noch weit entfernt von der Rekord-Spendensumme des vergangenen Jahres, die sich auf rund 50 000 Euro belief. Dabei ist finanzielle Hilfe dringender denn je. "In ,unseren´ fünf Heimen leben inzwischen 1 400 Kinder", berichtet Bruno Gimmel, "und es werden fast täglich mehr."

Der Grund: Die Bevölkerung in dem südostasiatischen Land verarmt zusehends. "Eltern können ihre Kinder nicht mehr ernähren und schicken sie dann in die Heime." Dort, hoffen sie, erhalten dieJungen und Mädchen etwas zu essen und sogar eine Schulausbildung.

Dies ist bislang auch - nicht zuletzt dank der finanziellen Unterstüzung der Projekthilfe - tatsächlich der Fall. Doch schon spüren Mönche und Kinder Einschränkungen, weiß Gimmel. "Bislang gab es in den Kinderheimen wenigstens einmal im Monat etwas Fleisch zum Essen." Jetzt müssen die Kinder immer häufiger darauf verzichten, so dass ihre ohnehin nicht sehr üppigen Mahlzeiten immer kärglicher ausfallen. Nur noch wenige Touristen verirren sich in das abgelegenen Kyaiktyo und lassen etwas Geld dort.

Mangel an Medizin Doch nicht nur die regelmäßigen Mahlzeiten geraten beim Ausbleiben von Spenden in Gefahr; es fehlt auch an Medizin, an Schlaf- und Speiseräumen, an Unterrichtsmaterial für die angegliederten Schulen, an Lehrern, wie der Mönch Jutta und Bruno Gimmel jetzt schreibt. Dabei ist gerade eine gute Schulausbildung wichtig, damit die Kinder zumindest eine Chance auf eine bessere Zukunft erhalten.

Auf Hilfe des Staates - in Burma (heute Myanmar) herrscht eine Militärjunta - können die Mönche nicht zählen. Von der Regierung erhalten sie keinen Pfennig; ihnen wurde sogar die Internetleitungen gekappt, so dass die Gimmels nur noch über Mittelsleute oder den Postweg Kontakt halten können.

Anfang 2010 Jahres fliegen Jutta und Bruno Gimmel auf jeden Fall wieder nach Burma. Sie hegen die Hoffnung, dass bis dahin noch Spenden zusammenkommen: "Wenn wir nicht kommen, ist das für die Kinderheime eine Katastrophe."

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