Deshalb hat das Traditionsunternehmen Spermann Werne verlassen

mlzSpermann Werne

Das Ende von Spermann in Werne hat Fragen aufgeworfen. Die Böcker-Maschinenwerke haben das Gelände gekauft. Jetzt ist klar, weshalb Spermann Werne verlassen hat.

Werne

, 27.02.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es kam überraschend für viele Werner, dass das Traditionsunternehmen Spermann Werne nach 97 Jahren plötzlich und ohne Ankündigung verlassen hat. Warum das so ist, dazu wollte die Firma Maxlogistik, zu der das Unternehmen Spermann gehört, keine Auskunft geben. Doch ein Eintrag im Handelsregister bringt nun Klarheit.

Demnach wurde der Sitz von Spermann Fahrzeugtechnik am 30. November 2018 nach Oschersleben verlegt. Die zugehörige Adresse gehört dem Oscherslebener Fahrzeugbauer Ackermann – der ebenfalls zu Maxlogistik gehört.

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Die Fertigung von Spermann wurde also mit Ackermann zusammengelegt – und zwar am mehr als 350 Kilometer von Werne entfernten Standort zwischen Magdeburg und Wolfsburg.

Auf Anfrage wollte auch Ackermann Fahrzeugbau keine Auskunft geben. Wie die Redaktion allerdings erfahren hat, soll der Bau von Spezialfahrzeugen, der zuvor in Werne erfolgte, seit der Spermann-Verlegung in Oschersleben durchgeführt werden.

Ackermann musste wie Spermann Insolvenz anmelden

Die Historien von Spermann und Ackermann gleichen sich bei genauem Hinsehen. Beide Unternehmen hatten mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen, die letztlich zur Insolvenz führten. Während das 2004 bei Spermann der Fall war, ereilte Ackermann schon 1996 dieses Schicksal.

Am 9. Dezember 1996 erfolgte die Neugründung und aus Ackermann Fruehauf wurde Ackermann Fahrzeugbau. Seitdem investiert das Unternehmen wieder und schreibt schwarze Zahlen.

Böcker-Maschinenwerke baut ehemaliges Spermann-Gelände um

Zuletzt hat Ackermann Fahrzeugbau eine neue moderne Lagerhalle in Oschersleben gebaut und beschäftigt 130 Mitarbeiter.

Das ehemalige Spermann-Gelände in Werne haben die Böcker-Maschinenwerke erworben, die sich erweitern wollen. Bevor Böcker das neue Gelände nutzt, müssen zunächst allerdings noch Umbauarbeiten erfolgen.

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