Stadt kann in 2020 nur für eine Turnhalle in Werne Fördermittel beantragen

mlzSporthallen in Werne

Einige Sporthallen in Werne sollen saniert werden. Nun ist klar, welche Sportstätte zuerst an der Reihe ist. Denn die Stadt muss schnell den Förderantrag einreichen. Zu Lasten anderer Sanierungen.

Werne

, 25.09.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Bund und das Land NRW möchten vielerorts die Sanierung von Sportstätten fördern. Mit dem sogenannten Investitionspakt Sportstättenförderung kann auch viel Geld nach Werne fließen. Das gelingt aber nur, wenn die Verantwortlichen gewisse Voraussetzungen erfüllen.

Weil dazu auch die fristgerechte Einreichung aller Antragsunterlagen gehört, muss die Stadt nicht nur schnell regieren, sondern für das Jahr 2020 eine Priorität setzen. Und die fällt zugunsten der Wiehagen-Turnhalle an der Horster Straße aus. Dem Vorschlag der Verwaltung folgten nun mehrstimmig die Mitglieder des Betriebsausschusses für den Kommunalbetrieb am Mittwoch (23. September).

Förderantrag muss schon Mitte Oktober gestellt werden

Für die Sanierung verschiedener Sporthallen in Werne gibt es mehrere Möglichkeiten der finanziellen Förderung. Bund und Land fördern Projekte zwischen 25.000 und 1,5 Millionen Euro - und für das Jahr 2020 sogar mit 100 Prozent. Weil man diese finanzielle Spritze nicht verstreichen lassen möchte, muss der Antrag bei der Bezirksregierung Arnsberg allerdings schon am 16. Oktober eingereicht sein, wie Frank Adamietz, Betriebsleiter Kommunalbetrieb Werne (KBW), erklärt.

Und genau darin liegt für einige Turnhallen die Schwierigkeit. Der Plan einer Zweifach-Turnhalle an der Stockumer Straße kann beispielsweise nicht zeitnah umgesetzt und damit in den Förderantrag gestellt werden. „Dafür haben wir nicht alle Auftragsunterlagen zusammen“, erklärt Adamietz auf Anfrage von Uta Leisentritt (CDU).

Anders sieht das bei der Sporthalle der einstigen und mittlerweile abgerissen Wiehagenschule an der Stockumer Straße aus. „Weil sie baugleich zu der Turnhalle an der Uhlandschule ist, können wir dort die erforderlichen Antragsunterlagen bis zum 16. Oktober bereitstellen. Dazu sehen wir uns in der Lage“, so Adamietz. Gibt es eine positive Rückmeldung, könnten die Arbeiten - etwa die Erneuerung der Decke, Beleuchtung und Lüftungsanlage - noch in diesem Jahr beginnen.

Sanierungen an weiteren Sporthallen in Werne folgen

Man geht von Sanierungskosten von rund 600.000 Euro aus, so Adamietz. Und die könnten zu 100 Prozent aus den Fördermitteln finanziert werden. Mit einer 90-prozentigen Förderung hingegen können die darauffolgenden Sanierungsarbeiten in anderen Turnhallen in Werne ab 2021 geplant werden.

Dazu müssen die Verantwortlichen der damit vertrauten Arbeitsgruppe Sportstättenbau eine Prioritätenliste erstellen. Dass nun zunächst die Turnhalle an der Stockumer Straße an der Reihe ist, weil die Stadtverwaltung für die anderen Sporthallen die Auftragsunterlagen nicht fristgerecht zusammenstellen kann, wurde von einigen Ausschussmitgliedern mit Zähneknirschen hingenommen.

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